Fröhliche Runde bei der Eröffnung zum Strauss-Festival: Kunstminister Wolfgang Heubisch (2. v. l.), seine Lebensgefährtin Kristina Kalb (l.), Bürgermeister Thomas Schmid und seine Frau Denise. Foto: sehr

Straussianer spüren frischen Wind

Garmisch-Partenkirchen - „Strauss - natürlich“: Unter diesem Leitwort stand das Festival zu Ehren des Komponisten. Intendantin Brigitte Fassbaender verrät, dass sie sich 2013 seiner humorvollen Seite widmet.

Vier ausverkaufte Konzerte, die übrigen durchwegs gut besucht - für Christian Wolf war das Richard-Strauss-Festival 2012 „ein voller Erfolg“. Noch liegen die Zahlen nicht vor, aber schon jetzt weiß der Leiter des Strauss-Instituts, „dass wir eine Steigerung der Auslastung erreicht haben“. Ähnlich zufrieden zeigt sich Garmisch-Partenkirchens Bürgermeister Thomas Schmid (CSB), den besonders freut, dass „das Wagnis Eröffnungsfeier“ durch ein enormes Publikumsinteresse belohnt wurde.

Eine Herzensangelegenheit ist Schmid, das Werk des weltberühmten Ehrenbürgers des Marktes künftig noch besser zu präsentieren: in einem neuen Konzertsaal. Dass der 150. Geburtstag des Komponisten im Jahr 2014 eine Initialzündung dafür sein könnte, sieht auch der Bürgermeister: „Dann wird seine Musik in ganz Bayern gespielt, kulminiert in Garmisch-Partenkirchen.“ Politische Unterstützung sei dafür ebenso erforderlich wie die Bereitschaft des Freistaats, zusätzliches Geld freizustellen. Ehe das Projekt weiter verfolgt wird, muss der Gemeinderat kommende Woche über die Zukunft des Kongresshauses entscheiden. „Sobald das steht, können wir ein Konzept erarbeiten“, erklärt Schmid. Allein für das Festival sei das Vorhaben jedoch nicht zu realisieren, der Raum müsse das ganze Jahr über bespielt werden: „Das ist eine große Herausforderung.“

Diese erkennt Brigitte Fassbaender ebenfalls. Bei ihrem nächsten Termin mit Kunstminister Wolfgang Heubisch (FDP) will die Intendantin des Festivals daher nicht nur über das Budget für 2014 reden, sondern genau dieses Thema ansprechen. „Um die Orchesterfluten von Richard Strauss umzusetzen, brauchen wir einen adäquaten Raum.“ Schützenhilfe erhält sie von Regina Geißer, Vorsitzende des Förderkreises Richard-Strauss-Festspiele und Kulturmanagerin der HypoVereinsbank: „Die Bereitschaft von Seiten der Regierung, etwas für Garmisch-Partenkirchen zu tun, ist sehr groß“, meint sie.

Positive Signale hat auch Wolf vernommen: „Der Freistaat wartet jetzt auf ein konkretes Projekt vom Markt.“ Die Zeichen für 2014 stünden jedoch sehr gut, von allen Seiten erfahre er Unterstützung, um den 150. Geburtstag des Künstlers würdig zu feiern.

Bejubelt hat das Publikum sein Werk schon heuer. Für ihr Programm erfuhr die Kammersängerin wieder viel Zustimmung, was sie in ihrer Linie bestärkt, jedes Jahr eine neue Facette des Künstlers zu zeigen. Nach dem Naturbezug widmet sie sich 2013 Strauss’ humorvoller Seite. Eine konzertante Oper und „viele schöne Konzerte“ seien im Angebot. Mehr verrät auch Wolf nicht, der dieses Thema sehr stimmig nennt: „Ein wesentlicher Charakterzug von Strauss war schließlich, dass er so humorvoll ist.“

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