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Unklarheiten beseitigt: (v. l.) Orga-Mitglied Michael Montag, Wirtschaftsförderer Jan-Ulrich Bittlinger und Vereinesprecher Josef Bierling ziehen an einem Strang.

Streit um Murnauer Christkindlmarkt

Die Zeichen stehen auf Harmonie

Murnau - Im Streit um den Murnauer Christkindlmarkt wird wieder ein friedlicher Kurs eingeschlagen. Das ist das Ergebnis eines gemeinsamen Gesprächs aller Beteiligten.

Kommunikation ist alles. Diese Weisheit hat sich nun bei einem Pressegespräch zum Thema Murnauer Christkindlmarkt wieder einmal bestätigt. Das war nicht immer so: Vertreter der Vereinsgemeinschaft, die den Markt organisiert, und Wirtschaftsförderer Jan-Ulrich Bittlinger hatten sich zuletztim Tagblatt kontrovers zu den Ideen eines neues Konzepts für den Budenzauber geäußert (wir berichteten). Und auch der Ton zwischen den Lagern war jüngst im Marktgemeinderat nicht gerade von Harmonie gekennzeichnet. Jetzt – nach dem Gespräch am Dienstagabend – ist man wieder auf einem gemeinsamen und friedlichen Kurs. Die Beteiligten hatten sich bereits am Nachmittag zu klärenden Gesprächen getroffen und festgestellt: Man hätte früher miteinander reden sollen. „Wir wollten nie einen Streit, sondern immer eine gemeinsame Basis“, eröffnete Vereine-Sprecher und CSU-Gemeinderat Josef Bierling den von zahlreichen Mitstreitern besuchten Pressetermin. „Wir sind froh, dass dieses Gespräch, das wir immer vermisst haben, heute stattfindet“, sagte er und entschärfte damit die Entwicklung des Disputs, dessen Wogen unlängst immer höher schlugen. Nur das Beste für den Christkindlmarkt sei stets das Anliegen der Organisatoren gewesen. Dass man ihm, Bierling, einen Alleingang unterstellt habe, sei unfair. „Ich habe immer als Sprecher der Vereinsgemeinschaft agiert“, stellte er klar. Als Vertreter der Gemeindeverwaltung betonte auch Wirtschaftsförderer Jan-Ulrich Bittlinger in seinem Statement, dass es ganz und gar in seinem und damit im Sinne der Gemeinde sei, in Murnau gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen. Beim klärenden Gespräch will Bittlinger gemerkt haben, dass man beim Orga-Team keine Schranken im Kopf habe, was ihn sehr freue. „Wir müssen bereit sein, auch unbequeme Fragen zu stellen, wenn wir für die Zukunft Murnaus etwas erreichen wollen“, betonte er. „Es gibt keine Bestrebungen, bereits 2016 etwas am bestehenden Konzept des Christkindlmarktes zu ändern“, versprach der Gemeindevertreter, der einen verlängerten Markt an vier Wochenenden vorgeschlagen hatte. Er hat auch künftig nichts dagegen, wenn die Vereine das dritte Adventswochenende behalten wollen. Warum es überhaupt dazu kam, neue Ideen zu äußern, begründete der Marketing-Experte mit einem Einzelhandelsgutachten, das bereits im Oktober vergangenen Jahres auf den Tisch gekommen war. Dabei geht es um Herausforderungen und Risiken für Murnau, mit denen man in Zukunft konfrontiert sei. So wünscht sich der Einzelhandel mehr Frequenz, was man beispielsweise mit einer Verlängerung des Christkindlmarktes erzielen könnte. „Wenn eine potenzielle Gefahr besteht, dass es in Murnau irgendwann nicht mehr so gut läuft, bin ich als Wirtschaftsförderer gefordert, etwas zu tun“, erklärte Bittlinger. Er erinnerte an die Zeit vor rund zwei Jahren, als man in der Marktgemeinde aufgrund einiger leerstehender Geschäfte bereits von einer „Geisterstadt“ sprach. Mit der Frage an die Vereinsgemeinschaft, ob man mit dem Orga-Team auch künftig weitermachen wolle, beendete Mitorganisator Michael Montag das Pressegespräch. Ohne Gegenstimme wurde dies mit „Ja“ bestätigt.

Gabriele Königbauer

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