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Voll Vorfreude auf die Großveranstaltung „24 Stunden von Bayern“ sind Sabrina Blandau und Jürgen Wiesneth von der Alpenwelt Karwendel.

Wandern bei Sonnenaufgang auf den Buckelwiesen

24 Stunden von Bayern: Das sind die Strecken

Isartal - Viele Stationen sind schon vergeben, die Vereine strotzen nur so vor Ideen. Langsam aber sicher nehmen die „24 Stunden von Bayern“ im Oberen Isartal Gestalt an. 

Es ist die „wichtigste Veranstaltung in diesem Jahr“ – da ist sich Alpenwelt Karwendel-Geschäftsführerin Sabrina Blandau sicher. Im rappelvollen Sitzungssaal im Krüner Gemeindeamt zeigten sie und Jürgen Wiesneth, verantwortlich für Veranstaltungen, sich begeistert über die enorme Resonanz. „Uns freut es sehr, dass sich so viele Vereine einbringen wollen“, betont Blandau. Für Veranstalter Bap Koller (Bayern Tourismus GmbH) war das keine Überraschung. Es sei jedes Jahr dasselbe: „Zuerst ist man etwas skeptisch, doch dann überzeugt man doch mit der Veranstaltung.“

Mit Leben soll er erfüllt sein, der 24-Stunden-Marsch vom 25. bis 26. Juni durchs Isartal. Ganz offiziell stellten Blandau, Wiesneth und Koller in Krün den genauen Streckenverlauf vor. Startschuss ist am „Wanderparkplatz“ auf dem Pausenhof der Mittelschule Mittenwald. Von dort aus beginnt um 8 Uhr die Tagesstrecke Richtung Kranzberg. Über den Lauter- und Ferchensee geht es dann zum Schlosshotel Elmau. Die Sportlichen können von dort aus die zehn Kilometer lange „Fitnessstrecke“ durch König Ludwigs ehemaligem Jagdrevier dranhängen. Gegen Abend wandern die Teilnehmer zurück zur Mittenwalder Mittelschule. Nach einer kurzen Stärkung steht dann die Nachtstrecke auf dem Programm. Diese führt vorerst in den Norden, an den Kasernen vorbei Richtung Krün und Wallgau. Nach der Maxhütte können wieder die ganz Fitten die sogenannte „Mondscheinstrecke“ – gut zehn Kilometer zwischen Mitterberg und Bannwald – zusätzlich meistern. „Den Sonnenaufgang werden die meisten an den Buckelwiesen erleben“, meint Wiesneth.

Diese beispiellosen Panoramen, die die Teilnehmer an diesen beiden Tagen sehen, sollen eine enorme Werbewirkung mit sich bringen. „Mehr als 30 Journalisten werden vor Ort sein“, kündigt Koller an. „Die meisten von ihnen wandern tatsächlich mit.“ Zahlreiche Bilder werden somit um die Welt gehen. Und genau hier appellieren die Veranstalter an die Seele des Isartals: an die einheimischen Vereine. „Ihr seid es, die dieser Veranstaltung Leben einhauchen können“, unterstreicht Wiesneth.

Konkrete Ideen dafür gibt es schon, wie Kulturkreis-Vorsitzender Wolfgang Schwind beweist. Ihm schwebt eine Nachtstation vor: „Dann könnten wir an einem kleinen Stadl eine Art Museums-Ausstellung mit vielen Gemälden von der Strecke machen, die die Teilnehmer gerade im Dunkeln gegangen sind.“ Auch die Kolpingsfamilie Mittenwald ist an Bord. Sie will die Pilgerschenke, die viele aus Bozner-Markt-Zeiten kennen, für diesen Tag öffnen. Viele weitere Freiwillige möchten zudem mit Licht und Feuer atemberaubende Stimmungen erzeugen.

Die gesamte Länge der Route samt besagter Zusatzstrecken für die ganz Fitten beläuft sich auf fast 86 Kilometer. „Es ist aber kein Wettbewerb“, stellt Koller klar. Der einzige Gegner sei „der innere Schweinehund“. Teilnehmen werden genau 444 Wanderer. Anmelden kann sich jeder unter www.24h-von-bayern.de für das Wanderspektakel durchs Isartal am 25. und 26. Juni.

Josef Hornsteiner

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