+
Die Seehauser Feuerwehr sucht einen neuen Kommandanten.

Freiwillige Feuerwehr Seehausen

K-Frage weiter ungelöst

Seehausen – Wer wird neuer Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Seehausen? Diese Frage stellen sich derzeit viele im schmucken Staffelsee-Dorf – nachdem der langjährige Chef der über 60 Mann starken Truppe, Andreas Kern (51), angekündigt hatte aufzuhören.

Bereits seit Wochen wird fieberhaft nach einem Nachfolger gesucht. Doch einen Durchbruch in der Personalie scheint es noch nicht gegeben zu haben. Die Verantwortlichen geben sich zugeknöpft. Markus Hörmann (CSU), der als Bürgermeister für die Ortsfeuerwehr verantwortlich ist, verweist im besten Diplomatendeutsch auf „ergebnisoffene Gespräche“, die mit möglichen Kandidaten geführt würden. Fest zugesagt habe noch niemand, räumt der Rathaus-Chef ein. Hörmann bleibt optimistisch: „Es findet sich bestimmt jemand.“ Einen konkreten Termin für eine Wahlversammlung, auf der der verantwortungsvolle Posten offiziell vergeben wird, gibt es noch nicht. Das Gemeinde-Oberhaupt hofft, dass diese entscheidende Veranstaltung im März über die Bühne geht. Das heißt im Klartext: Bis dahin will Hörmann die K-Frage geregelt haben.

Zur Erinnerung: Bei der Jahresversammlung der Feuerwehr Anfang Januar waren alle Appelle vergebens: Niemand wollte den Job übernehmen. Erstaunlich, denn in anderen Kommunen ist dieses Ehrenamt heiß begehrt. Warum dies in Seehausen nicht der Fall ist, darüber kann man nur spekulieren. Möglicherweise liegt es an der Altersstruktur der Blaulichtorganisation. Die Gruppe der 30- bis 40-Jährigen, die für die Aufgabe prädestiniert wären, scheint eher schwach vertreten zu sein. Auch arbeiten, so ist zu hören, viele auswärts – oder sind beruflich stark eingespannt.

Kern selbst sieht die Sache gelassen. Seine Amtszeit ende erst am 1. März. Und dann könne er theoretisch auch noch eine dreimonatige Übergangszeit übernehmen. „Wir haben alle Zeit der Welt“, meint der CSU-Gemeinderat. Er sei jetzt zwölf Jahre Erster und zuvor sechs Jahre Zweiter Kommandant gewesen. „Ich habe das lange genug gemacht.“ Er bleibe aber „normaler“ Feuerwehrmann.

Andreas Seiler

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Sieben-Stunden-Einsatz für Traktor-Tauchgang
Bis abends waren die Einsatzkräfte am Staffelsee um einen Traktor und eine Lastfähre zu bergen. Unfälle wie diese gibt es öfters.
Sieben-Stunden-Einsatz für Traktor-Tauchgang
Kein Urteil im Fall Bader
Frühestens am 7. Dezember wird es eine Entscheidung vor dem Arbeitsgericht im Fall Ralph Bader geben. Der ehemalige Geschäftsführer der SC Riessersee Vermarktungs-GmbH …
Kein Urteil im Fall Bader
„Jetzt red i“ in Farchant: Studiogäste treibt Skischaukel im Allgäu um
Droht der Ausverkauf der Alpen? Diese häufig gestellte Frage steht im Mittelpunkt von „Jetzt red i“. Eine Antwort finden die Studiogäste in Farchant nicht. Was aber alle …
„Jetzt red i“ in Farchant: Studiogäste treibt Skischaukel im Allgäu um
3000 Jahre alter keltischer Einbaum aus dem Starnberger See präsentiert
Vorgeschmack auf ein altes Stück Geschichte: Im Kloster Ettal wurde ein Einbaum präsentiert, der aus der Zeit um 900 vor Christus stammen soll. Die Öffentlichkeit …
3000 Jahre alter keltischer Einbaum aus dem Starnberger See präsentiert

Kommentare