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Seit 25 Jahren Heimleiter: Helmut Meixner.

Aufatmen in Mittenwald

Suchthilfe: Haus Röhling bleibt bis 2022

Mittenwald - Die Suchthilfeeinrichtung Haus Röhling kann nun offiziell bis mindestens 2022 in der Immobilie am Oberen Rain bleiben. Da lässt sich das Sommerfest am Freitag, 1. Juli, gleich viel entspannter feiern.

Hin und wieder kommt der gelernte Industriekaufmann bei Helmut Meixner durch. Wenn er zum Beispiel von seinem Urlaub in Griechenland erzählt und kritisch die dortige Wirtschaftslage beäugt. Oder wenn er an die hohen Papiertürme auf seinem Schreibtisch denkt, die sehnsuchtsvoll auf ihn warten, um abgearbeitet zu werden. Doch wenn Meixner seinen Bewohnern gegenüber steht, ist er ein ganz anderer. Dann ist er der studierte Sozialpädagoge, der einst in jungen Jahren ein eigenes Kinderheim eröffnen wollte. Der Ehemann und Vater, der vor genau 25 Jahren eher spontan zu einem Soziotherapieverbund für chronisch alkoholkranke Menschen kam. Dann macht er das, was er am liebsten tut: Menschen helfen. Menschen, die mit dem Leistungsdruck unserer heutigen Gesellschaft nicht mehr klar gekommen sind. Menschen, die vom Pech verfolgt wurden. Menschen, deren scheinbar einziger Ausweg aus ihrer Welt Alkohol und Medikamente waren.

„Ich dachte niemals, dass ich 25 Jahre lang in Mittenwald bleibe“, berichtet Meixner. Er ist froh über die Nachricht genau zu seinem 25-jährigen Dienstjubiläum, dass das Mittenwalder Haus Röhling bis mindestens 2022 in der jetzigen Immobilie bleiben kann. Denn die Auflagen für solche Einrichtungen würden immer strenger werden. „Wir werden nun groß umbauen müssen hier oben“, sagt Meixner. „Jedoch haben wir jetzt über sechs Jahre Zeit dafür.“ Der Heimleiter der Suchthilfeeinrichtungen Haus Röhling in Mittenwald und Haus Waldherr in Bad Tölz versucht so oft wie möglich, beide Häuser zu besuchen. Seine Zeit ist eng geworden, immer bürokratischer wurden seine Aufgaben. Zumal er mittlerweile in mehreren Fachgremien über den Landkreis hinaus vertreten ist. Doch die Zeit für seine Bewohner nimmt er sich immer. „Der Beruf gibt mir so viel“, sagt er. Kein einziger Arbeitstag wurde ihm langweilig, sondern war voll mit „menschlichen Begegnungen“.

Wie beim Sommerfest am Freitag, 1. Juli, – mittlerweile eine Großveranstaltung für das beschauliche Haus am Oberen Rain. Noch gut kannsich Meixner an das erste Fest im Jahre 1991 erinnern. „Da waren wir 30 Bewohner und sieben Mitarbeiter.“ Nun sind es mit 56 stationären und 14 ambulanten Patienten sowie 36 Mitarbeitern deutlich mehr. Mit der Einrichtung in Bad Tölz hat Meixner über 65 Mitarbeiter unter sich. Doch geduzt wird sich mit jedem. „Wir haben ein sehr menschliches Miteinander“, berichtet der gebürtige Mittelfranke.

Josef Hornsteiner

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