Trümmer, zerborstene Scheiben, Schutt, wohin man blickt. Knapp 300 Rettungskräfte sind nach diesem Inferno im Einsatz.

Der Tag, der die Region erschütterte

Garmisch-Partenkirchen - Vor 25 Jahren ereignete sich im Hotel Riessersee eine fürchterliche Gasexplosion. Sie forderte 11 Todesopfer und 14 Verletzte. Ein Blick in die Vergangenheit.

Ein Bild der Verwüstung bietet sich im Hallenbad des Hotels, wo die Betondecke heruntergebrochen war. Fotos: Brünig/hutter

Es war ein friedvolles Weihnachtsfest. Bis zu jenem „Schwarzen Samstag“. 25 Jahre sind nun vergangen seit jenem 27. Dezember 1986, als eine schwere Gasexplosion im Hotel Riessersee in Garmisch-Partenkirchen 11 Menschen das Leben kostete und 14 zum Teil schwer verletzte oder verstümmelte. Bestürzung und tiefe Trauer legten sich von einem Tag auf den anderen über das Oberland.

Als um 15.55 Uhr ein dumpfer Knall über dem Kreisort zu hören war, dachten die Einheimischen zunächst an eine Lawinensprengung. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich dann die schreckliche Kunde von einem großen Unglück im Riessersee-Hotel.

Ausströmendes Flüssiggas war in die tiefer gelegenen Räume des 320-Betten-Hauses geströmt und hatte im Fitness-Center sowie im Hallenbad zu einer schweren Detonation geführt: Wände barsten, Betondecken fielen herab. Sieben Menschen waren auf der Stelle tot, sie konnten zum Teil erst nach Stunden geborgen werden. Später erhöhte sich die Zahl der Toten auf elf - unter ihnen Urlauber, Angestellte und auch Einheimische.

Erst viereinhalb Jahre nach dieser Tragödie kam es zum Prozess vor dem Landgericht München II. Das Verfahren wurde eingestellt, fünf Handwerker und ein TÜV-Sachverständiger zu einer Geldstrafe in vier- beziehungsweise fünfstelliger Höhe verurteilt.

Ludwig Hutter

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