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Lufteinsatz für die gute Sache: der Blutspendeballon, der jetzt im Kloster Ettal gesegnet wurde.

Aktion des Blutspendedienstes soll Menschen motivieren

Ballontaufe im Kloster Ettal

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Rotes „Ungetüm“ im Benediktinerkloster Ettal: Dahinter steckte jetzt eine rundum gute Sache . . .

Ettal – Da hatte BR-Moderator Michael Sporer den Ettaler Winter wohl doch etwas unterschätzt: „Mann, Ihr habt es ganz schön zapfig hier.“ Doch bei diesem Termin ging es ja eher um „eine innere Wärme“, um gelebte Nächstenliebe, einen Akt gegen Gleichgültigkeit. Werte, die gerade an Weihnachten besonderes Gewicht haben. Zu einer Benefizaktion hatte jetzt der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuz ins Kloster Ettal eingeladen, um dort einen Blutspendeballon zu taufen, der künftig als weithin sichtbares Zeichen die Menschen ermahnen soll, mal wieder – oder erstmals – Blut zu spenden. Ein Ballon „als Werbeträger für eine Sache, die vielleicht jeder von uns mal in braucht“, wie es Cellerar Pater Johannes Bauer, der die Segnung des Heißluftballons auf dem Sportplatz vornahm, beschrieb.

Felix Brunner lebt - dank Blutspenden

In Bayern werden täglich etwa 2000 Blutkonserven für die Versorgung von Krebspatienten, Unfallopfern oder im Rahmen von Operationen benötigt. Eine beachtliche Zahl. Umso enttäuschender der Prozentsatz derer, die regelmäßig Blut spenden. „Nur dreieinhalb Prozent sind es“, wie Michael Sporer (Moderator von „Wir in Bayern“) weiß, der seit Jahren als Botschafter des Blutspendedienstes „für diese lebenswichtige Sache“ aktiv ist. Dabei sei jeder dritte Mensch irgendwann in seinem Leben mal auf eine Blutspende angewiesen. Sporer nannte als Beispiel den bei einem Bergunfall verunglückten Felix Brunner. Bei einer Klettertour an einem vereisten Wasserfall im Tannheimer Tal war der junge Ostallgäuer 2009 abgestürzt. Monatelang lag er im Koma, die Ärzte in der Unfallklinik Murnau kämpften in 60 (!) Operationen um sein Leben. Sporer: „Zwei Badewannen voll fremdes Blut haben Felix’ Leben gerettet. Er würde sonst heute nicht mehr leben.“

Die Ballonweihe in Ettal nutzte der Fernsehmann auch dazu, die andere, bessere Seite der Medaille darzustellen. Immer wieder komme er bei Ehrungen mit regelmäßigen Blutspendern zusammen, „die ein Beispiel für andere sind“. Bis zu 225-mal hätten sich manche schon in den Dienst dieser guten Sache gestellt. Mit nur einer Spende könne bis zu drei kranken oder verletzten Menschen geholfen werden.

Die Taufe des Blutspendeballons erfolgte nicht wie sonst bei Schiffstaufen üblich mit Sekt, sondern mit dunklem Bier von der Ettaler Klosterbrauerei. Wenn das knallrote Luftschiff nun im Rahmen der Bad Kohlgruber Winter-Ballontage erstmals in die Höhe steigt, soll es die Menschen am Boden motivieren, sich einfach mal ein wenig Zeit zu nehmen und bei einem Blutspendetermin in der Nähe zum Wohnort vorbeizuschauen. „Es tut auch fast nicht weh“, weiß Sporer. Weitere Infos dazu gibt es auf der Homepage www.blutspendedienst.com oder unter der kostenlosen Hotline des BRK-Blutspendedienstes 0800/11 949 11 zwischen 7.30 Uhr und 18 Uhr.

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