Taxifahrer (51) vergewaltigt wehrlose Frau (22)

Garmisch-Partenkirchen: Ein Taxifahrer (51) aus Garmisch-Partenkirchen hat vor zwei Jahren eine sturzbetrunkene Studentin (22) vergewaltigt. Das Landgericht München II verurteilte ihn zu einer Haftstrafe.

Angefangen hatte der Abend des 18. Juli 2009 in einem Lokal in Garmisch-Partenkirchen, wo die junge Frau mit ihrer Clique feuchtfröhlich den Geburtstag einer Freundin feierte. Danach ging es nach Hause zu einer weiteren Freundin, schließlich noch in eine Bar im Ort. Die Freunde der Frau verließen das Lokal gegen vier Uhr, doch sie selbst wollte noch bleiben.

Als die Bar eine halbe Stunde später schloss, rief sie sich ein Taxi, war aber schon nicht mehr in der Lage, dem Fahrer zu sagen, wo sie hin will. Also kutschierte er sie eine dreiviertel Stunde lang auf ihre Anweisungen hin durch den Ort. Gegen halb sechs war allerdings Schichtwechsel, so dass der Taxifahrer einen Kollegen abholte, um ihm das Auto zu übergeben.

Weil die 22-Jährige in diesem Moment auf die Toilette musste, nahm sie der 51-Jährige mit in seine Wohnung. Später setzte sie sich auf die Couch, wo ihr der Taxifahrer weiterhin Bier und Wein zu trinken gab. Bald kippte sie um und schlief auf dem Sofa ein. In dem Zustand der „tiefgreifenden Bewusstseinsstörung“, wie es vor Gericht hieß, zog der Mann die Frau aus und verging sich an ihr.

Sie selbst kann sich an nichts erinnern. Als sie einige Stunden später wieder zu sich kam und die Wohnung verließ, hatte sie jedoch ein „komisches“ Gefühl und ging zur Polizei, die sie auch an die Opferhilfe „Weißer Ring“ weitervermittelte. Bei einer ärztlichen Untersuchung wurden DNA-Spuren des Mannes gesichert, und dadurch konnte er zweifelsfrei identifiziert werden.

Seit dem Frühjahr saß der Beschuldigte in Untersuchungshaft. Er war zuvor ins Ausland geflohen, dort aber ermittelt worden.

Der Studentin wurde eine Aussage vor Gericht erspart. Denn der Taxifahrer räumte die Tat ein. „Die Anklage trifft zu“, ließ er über seinen Verteidiger, den Münchner Prominenten-Anwalt Steffen Ufer, erklären. Er habe den „alkoholbedingten Bewusstseinsverlust der Geschädigten“ ausgenutzt. „Die Sache tut dem Angeklagten sehr leid“.

Im Täter-Opfer-Ausgleich sicherte der 51-Jährige der 22-Jährigen rund 6600 Euro Schmerzensgeld zu – außerdem darf er keinen Kontakt zu ihr aufnehmen und sich nicht mehr als 100 Meter nähern.

Nina Gut

Rubriklistenbild: © dpa

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