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Der Winterdienst erhält Unterstützung durch moderne Technik - eine Wetterstation in der Straße.

Gefährliche Straßenglätte vermeiden

Die Wetterstation in der Straße

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Spatzenhausen/Landkreis - Moderne Technik hilft dem Winterdienst, Gefahrenstellen rechtzeitig zu entschärfen. Neue  Glättemeldeanlagen sind  bei Spatzenhausen, Grafenaschau und Griesen geplant.

Die Mitarbeiter der Straßenmeisterei Oberau erhalten in kniffligen Winterdienst-Fragen Unterstützung vom „Kollegen“ Technik: Das Staatliche Bauamt Weilheim plant für den Landkreis Garmisch-Partenkirchen drei neue Glättemeldeanlagen (GMA), mit denen sich Glatteis(gefahr) an kritischen Stellen prognostizieren – und dieser entsprechend vorbeugen – lässt.

Die bislang einzige Anlage im Landkreis befindet sich an der B23 bei Oberammergau. Voraussichtlich im Lauf dieses Jahres sollen nun weitere in Spatzenhausen an der B2, in Griesen sowie an der Staatsstraße bei Grafenaschau folgen – jede rund 30 000 Euro teuer.

Denn: Glätteprognosen gestalten sich im Landkreis, der bergig ist und innerhalb kurzer Distanz teilweise große Höhenunterschiede aufweist, „anspruchsvoller als in brettelebenen Gebieten“, sagt Michael Kordon, Leiter des Staatlichen Bauamts. Hier machen die Straßenwetterstationen viel Sinn, die zum Beispiel an Unfallschwerpunkten, auf Brücken oder in Gewässernähe zum Einsatz kommen: prekären Stellen, an denen es „besonders schwierig ist, eine zuverlässige Prognose für den Winterdienst abzugeben“, sagt Kordon – und an denen eine Unterstützung durch diese Technik besonders wertvoll sein kann.

Diese kommt seit Jahren vor allem auf Autobahnen oder vierspurigen Bundesstraßen zum Einsatz, findet sich nun aber auch zunehmend an normalen Routen. Das Prinzip: In die Fahrbahn wird ein Sensor eingebaut, dazu kommt eine Kamera. Auf diese Weise werden verschiedene maßgebliche Daten – von der Luftfeuchte bis zur Temperatur in und auf der Fahrbahn sowie deren Zustand (nass? trocken?) an die Straßenmeisterei Oberau gemeldet, deren Mitarbeiter dann Rückschlüsse auf die Glatteisgefahr an spezifischen Punkten ziehen und entsprechend reagieren können. „So lässt sich der Winterdienst präzise steuern“, sagt Kordon. Er spricht von einem „weiteren technischen Baustein, um die Treffer bei der Wetterprognose zu verbessern“. Dieser habe sich bereits als „hilfreich“ erwiesen. Kordon geht davon aus, dass weitere Glättemeldeanlagen im Landkreis folgen werden.

Im Bereich von Spatzenhausen, das nun eine Straßenwetterstation erhalten soll, gab es nach Angaben von Bürgermeister Georg Wagner schon mehrere Verkehrstote auf der Bundesstraße 2 – „Gottseidank aber nicht mehr, seit die Bäume weg sind“. Den Einbau einer Glättemeldeanlage für den Winterdienst hält er für „sicher richtig und hilfreich“. Spatzenhausens Gemeinderat wird das Thema in der Sitzung am Donnerstag, 3. März, um 19.30 Uhr streifen. Denn: Die Messanlage braucht Strom. Deshalb soll, so Wagner, auf Höhe der Wasserversorgung des Dorfs ein Masten angezapft und der Anschluss unterirdisch über Gemeindegrund verlegt werden.

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