+
Mitunter recht turbulent geht es in einzelnen Szenen des „Froschkönigs“ zu; die Spannung kann somit immer gehalten werden.

Theater für die ganze Familie

Viel Liebe für den Froschkönig

  • schließen

Garmisch-Partenkirchen - Die Theatergruppe "Creme Frech" zeigt eine gelungene Premiere des Märchens „Der Froschkönig“. Noch 14 Aufführungen stehen auf der U1-Bühne auf dem Plan.

Aufwändige Kostüme, stimmige musikalische Untermalung und Genauigkeit in Sprache und Requisiten – die Theatergruppe Creme Frech hat auf der Bühne des U 1 in Garmisch-Partenkirchen das Märchen „Der Froschkönig“ uraufgeführt.

Der Inhalt: Weil Prinz Friedrich (Luca Serdaroglu) Menschen und Tiere quält, wird er unter den Augen seines getreuen Dieners Heinrich (Johannes Kauschinger) von der Waldfee (Karolina Kleisl) in einen Frosch verwandelt. Und weil, so wollen es die Gebrüder Grimm, nur die Liebe eines herzensguten Mädchens den bösen Fluch brechen kann, macht sich Heinrich auf die Suche. So kommt er auf seiner Reise auch am Schloss des Königs (Klaus Lobenhofer) vorbei und erzählt die traurige Geschichte seines Herrn, oder besser: er singt sie. Von seinen drei Töchtern meint es nur Prinzessin Luna gut, die im Gegensatz zu ihren älteren Schwestern und zum Leidwesen ihrer Amme Mathilde (Heike Serdaroglu) lieber Hosen trägt und im Wald herumtollt. Ihre Zwillingsschwestern Stella und Sonja (Charlotte Rusch und Anna Lexa) sehen dagegen nur ihre eigenen Vorteile. Und während Kapelarus, der Hofastrologe (Simon Kauschinger), vor einem Ungeheuer warnt, das großes Unheil bringen würde, machen sich die drei Prinzessinnen auf den Weg zum Brunnen, in dem der verwunschene Prinz (den Frosch spielt Max Jeschke) sein trauriges Dasein fristen soll. Doch Stella und Sonja fliehen vor Schreck, als das große grüne „ungeheuer“ aus dem Brunnen hervorspringt. Als am Ende die ehrliche Luna den Froschkönig mit einem Kuss erlöst, atmen die Kinder im Publikum auf. Und zum Glück hat auch der französische Koch (Christian König) den armen Froschkönig nicht entdeckt und sein Küchenjunge (Jonathan Stroh) hat eher die hübschen Prinzessinnen im Auge.

Unter der Regie und Gesamtleitung von Meggy Schäfer, der Klavierbegleitung von Fritz Burger, Liedtexten und Kostümen von Sabine Bachmann sowie einem Bühnenbild von Karin Rudolf und Hans Gallenberger ist eine Spielfassung dieses Märchen-Klassikers entstanden, die überzeugt. Die Goldene Tafel am Hofe war genauso originalgetreu gestaltet, wie jedes der einzelnen Kostüme oder das Platschen des Wassers, wenn der Froschkönig in den Tiefen seines Brunnens verschwand. Kinder und Erwachsene dankten dem Ensemble mit anhaltendem Applaus. Insgesamt wird das Stück noch 14-mal für Familien, Seniorengruppen und Kinder auf der U1-Bühne aufgeführt.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Symbolischer Akt gegen Rassismus
Tatsächlich war Adolf Hitler noch bis 2017 Ehrenbürger von Mittenwald. War. Denn mit einem symbolischen Akt haben sich die heutigen Lokalpolitiker von dem Beschluss des …
Symbolischer Akt gegen Rassismus
Fischsterben an der Ach: Analysen ziehen sich
Uffing - Das rätselhafte Fischsterben an der Ach in Uffing sorgt im Ort für Unruhe – und auch für Kritik. Denn die Analysen, die beim Landesamt für Umwelt laufen, ziehen …
Fischsterben an der Ach: Analysen ziehen sich
Großeinsatz am Mittenwalder Seniorenheim
15.000 Euro Schaden: Das ist die Bilanz eines Brands im Seniorenheim in Mittenwald. Die Feuerwehren konnten das Feuer aber schnell löschen.
Großeinsatz am Mittenwalder Seniorenheim
Pfarrer Lichteneber hinterlässt eine große Lücke
Der Abschied fällt ihm schwer: Der evangelische Pfarrer Thomas Lichtebner kehrt in seine Heimat zurück. Besonders seine seelsorgerische Arbeit wurde geschätzt.
Pfarrer Lichteneber hinterlässt eine große Lücke

Kommentare