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Für den Tierschutzverein im Einsatz: Charly Kraus und Christine Sprenger planen die neue Homepage.

Viele Neuerungen seit der Jahresversammlung

Tierschutzverein Mittenwald wieder in ruhigem Fahrwasser

Mittenwald - Aktionismus pur: Der Tierschutzverein Mittenwald hat die Unruhephase überwunden und widmet sich jetzt wieder voll und ganz seinen Projekten. 

Es ging turbulent zu beim Mittenwalder Tierschutzverein. Die Jahresversammlung im März hatte es in sich. Völlig überraschend wurde der Vorsitzende Max Kastenberger aus seinem Amt gekegelt. Seinen Posten übernahm die bisherige Schatzmeisterin Christine Sprenger. Nicht die einzige Änderung. Auch Schriftführerin Barbara Reindl setzte sich gegen Vize Markus Seitz durch. Mittlerweile ist die denkwürdige Wahl verdaut, es kehrt wieder Ruhe ein im Verein – und die Protagonisten setzen sich neue Ziele.

Es ist seither einiges passiert, bestätigt Chefin Sprenger. Der Mitgliederstand hat sich durch 27 Neuzugänge auf 131 erhöht, und daneben wurden einige Neuerungen auf den Weg gebracht. Allerdings ohne die erst vor fünf Monaten ebenfalls neu gewählte Schriftführerin Gaby Rybicki. Sie hat aus persönlichen Gründen ihr Amt niedergelegt und ist aus dem Verein ausgetreten. Ihr Nachfolger steht schon fest: „Ich habe mit Charly Kraus einen Ersatz gefunden“, betont Sprenger. Dieser wird sich bis Januar 2017 kommissarisch zur Verfügung stellen. Dann soll auf einer außerordentlichen Hauptversammlung ein neuer Schriftführer gewählt werden.

Bei diesem Tagesordnugspunkt wird es nicht bleiben. „Ich werde unseren Mitgliedern auch eine überarbeitete Vereinssatzung zur Abstimmung vorlegen“, kündigt Sprenger an. Schon umgesetzt ist dagegen eine Homepage (www.tierschutzverein-mittenwald.de), die Kraus als Grafikdesigner erstellt hat – ebenso wie eine E-Mail-Adresse – sie lautet: tierschutzverein.mittenwald@gmx.de. Sprenger hat noch weitere Pläne: Denn bisher war der Tierschutzverein nur Mitglied im Tierschutzbund Landesverband Bayern. Deshalb hat der Vorstand beschlossen, auch einen Aufnahmeantrag an den Deutschen Tierschutzbund (DTB) zu stellen. „Die Aufnahme nach strenger Prüfung gilt als Auszeichnung mit dem Vorteil“, erklärt Sprenger, „dass wir dann auch vom DTB finanziell und rechtlich unterstützt werden.“

Geld, das der Verein gut gebrauchen kann. Er stemmt zum Beispiel die Kosten für die Kastration herrenloser Kater aus eigener Tasche. „Die haben wir in unseren Lebendfallen eingefangen und anschließend an alter Stelle wieder ausgesetz.“ Einen weiteren Antrag hat die Vorsitzende bereits bei der Marktgemeinde eingereicht – mit der Bitte, weitere Hundeklos aufzustellen. „Gleichzeitig haben wir vorgeschlagen, brachliegende und der Gemeinde gehörende Grundstücke als Treffpunkt für Hunde und ihre Halter eventuell als Trainingsgelände einzurichten.“

Einziger Wehrmutstropfen bei allen Neuerungen ist für Sprenger die Auflösung der von ihr im März 2015 organisierte Tafel für Tiere im Bürgerhaus. „Die bei REWE und im Futternapf aufgestellten Boxen wurden nicht mehr genügend gefüllt, und zuletzt war auch die Nachfrage mangelhaft. Daneben schämen sich viele bedürftige Tierhalter, zur Tafel zu kommen.“ Die engagierte Vorsitzende und Tierfreundin hat deshalb wieder eins ihrer Projekte reaktiviert, nämlich das einer mobilen „Tiertafel“. „Ich leere die Boxen und fahre die mir bekannten Tierhalter persönlich an.“

Wolfgang Kunz

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