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Hohe Investitionen: Auf diesen Animationen sind Großprojekte für die Nordische Ski-Weltmeister 2019 zu sehen. Insgesamt werden rund 250 000 Besucher zu den 18 Medaillenentscheidungen in Seefeld und Innsbruck erwartet.

Kräftige Investitionen für Ski-Weltmeisterschaft

Seefeld im WM-Baufieber

Seefeld - Im August haben in Seefeld die Bauarbeiten für die Nordische Ski-WM 2019 begonnen. Die Pläne haben es in sich. Allein ins Bahnhofsareal werden 23 Millionen Euro investiert.

Seefelds Bürgermeister Werner Frießer hat eine Vision. Der begeisterte Langläufer und Radfahrer weiß genau, wie seine Ortschaft in drei Jahren auszusehen hat. Herzstück ist das Bahnhofsareal, da ist sich Frießer mit Tourismusverband-Obmann Alois Seyrling (Inhaber Hotel Klosterbräu) einig. Der Bahnhof sei „das Tor zur Olympiaregion“, wie sie bei der besagten Präsentation deutlich machten. Ganze 23 Millionen Euro werden alleine dort investiert, um den Anforderungen der Nordischen Ski-WM gerecht zu werden.

Das Lächeln des Rathaus-Chefs wird noch breiter, ist Seefeld doch kürzlich laut einer Studie der österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) zu den „Top-Aufsteigern“ im Tourismus der Alpenrepublik gekürt worden. Kriterium für diese Auszeichnung ist vor allem „ein klares Profil“. Dieses will der Ort nun weiter schärfen im Hinblick auf die WM.

Doch nicht nur die Neugestaltung des Bahnhofs steht an. Auch die Fußgängerzone wird erweitert. Eine „Park&Ride“-Anlage westlich des Bahnhofs und ein Bus- und Taxi-Terminal auf der Ostseite sollen über ein riesiges Dach mit dem Bahnhofsgelände verbunden werden. Umfangreicher Straßenbau im Zentrum soll die Infrastruktur auf Vordermann bringen. Der Rielweg wird zur zweispurigen Allee. Insgesamt 1,5 Millionen Euro hat die Gemeinde allein für Grundankäufe im Bahnhofsviertel ausgegeben.

Alles hat allerdings nicht geklappt, was auf der Wunschliste stand. So wurde der Plan, einen unterirdischen Bahnhofsbau und eine Unterführung der Zugstation zu realisieren, aus „technischen und finanziellen Gründen nicht realisiert“. Doch das ist lediglich ein Wermutstropfen. Dafür wird die Andreas-Hofer-Straße zwischen Bahn und der Raiffeisenbank durch eine Umfahrung über den Feuerwehrparkplatz verkehrsberuhigt.

Am kommenden Freitag wird der Vertrag zur Finanzierung und Umsetzung des Mammutvorhabens am Bahnhof unterzeichnet. Erwartet werden der Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie, Jörg Leichtfried, Landeshauptmann Günther Platter, Landeshauptmann-Stellverteterin Ingrid Felipe, der Vorstandsvorsitzende der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB), Andreas Matthä, und Bürgermeister Frießer.

Das zweite große Bauprojekt, die Loipenverbindung Nord-Süd über einen Tunnel auf der Landstraße L36, ist bereits seit dem 1. August in vollem Gange. Schließlich gilt in Seefeld aufgrund des Naturschutzes und der Brutzeiten der Tiere ein strikter Baustopp von April bis August. Im Süden wurden rund 2000 Festmeter Holz gerodet und eine Trasse für die 8,4 Kilometer lange Loipe errichtet. Die Strecken stehen bereits heuer den Gästen und Einheimischen zur Verfügung.

Ein weiteres Bauvorhaben ist das Basisgebäude an der Casino Arena sowie die Zufahrtsstraße. „Der neue Tunnel bringt einen spannenden und noch nie dagewesenen Zieleinlauf sowohl für die Athleten als auch für die Zuschauer“, sagte Frießer. Der See soll zu einer touristischen Attraktion werden. Den Zuschlag für das Basisgebäude an der Casino-Arena haben die zwei Seefelder Architekten Alexander Meissl (Glasturm in der Casino-Arena) und Josef Glas (Technikcenter Möserer Straße) erhalten.

Josef Hornsteiner

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