Todesmutig über die Schanze: Hans Krüner bleibt ein Sturz leider nicht erspart. fotos (2): kunz

Tollkühne Pistenflitzer im Anflug

Krün - Das Nostal-Skirennen hatte es wieder in sich: Wie weiland Christl Cranz stürzten sich vor rund 400 Zuschauern tollkühne Sportler die Krüner Barmsee-Lift-Piste hinunter.

Die etwa 400 Fans blicken am Barmseelift gespannt auf die kleine Schanze in der Mitte des Hanges. Gleich wird es soweit sein. Tatsächlich: Schon macht sich Hans Krüner mit kräftigen Schüben auf den Weg. „Obacht, jetzt kimmt da Maxhütten-Hans“, kündigt das deutsch-österreichische Ansagerduo Markus Wasmeier (Martin Ceeh) und Armin Assinger (Max Achatz) an. „Der Wallgauer will’s heute bei uns in Kri wissen.“

Den oberen Teil der mit Hindernissen gespickten Strecke meistert Krüner mit seinen Holzlatten bravourös. Dann nähert sich der tollkühne Athlet im Toni-Sailer-Gedächtnis-Anzug der Schlüsselstelle. Eine letzte Kurskorrektur, dann hebt er ab. Die Schanze katapultiert ihn in die Höhe. Krüners rechter Fuß hängt dummerweise über dem Kopf und bringt ihn aus dem Gleichgewicht. Ein Sturz ist unvermeidbar. Doch der Hans rappelt sich auf, schüttelt sich ab und nimmt die letzten Tore bis ins Ziel. Sein Malheur nimmt Krüner sportlich. „Hauptsache ich bin dabei gewesen.“

Und dieses Motto galt für alle 19 weiblichen und 65 männlichen Teilnehmer des 4. Nostal-Skirennens der Krüner Junggesellen. Die Zuschauer hatten fast fünf Stunden Spaß. Dabei war es vorallem das Erscheinungsbild der Aktiven, das an die Zeit der Ski-Pioniere Christl Cranz (1914 bis 2004) und Guzzi Lantschner (1910 bis 2011) erinnerte. Als Blickfang präsentierten sich auch drei fesche Werdenfelserinnen. „Ich habe das G’wand von meiner Oma ausgeliehen“, verriet Martina Krüner (18) aus Wallgau bei ihrer Premiere. Ihre Freundin Theresa Sand (21) aus Partenkirchen war schon zum dritten Mal dabei. „Hut, Rock und Janker sind von der Uroma.“ Noch kreativer zeigte sich Magdalena Schober (20) aus Krün: „Die Skier habe ich bei Ebay ersteigert.“

Für den Team-Wettbewerb hatten sich die Organisatoren dann noch etwas besonderes einfallen lassen - den Todespendel. Die vier Teilnehmer - die Zeit wurde beim letzten genommen - mussten im Ziel einem hin und her wackelnden Strohballen ausweichen. „Das war echt lustig“, bilanzierte Magdalena Schober. Man darf gespannt sein, was sich die Krüner Junggesellen 2013 einfallen lassen.

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