Tonnenweise Kies aus der Isar gebaggert

Wallgau - Reger Betrieb herrscht derzeit wieder in der Isar. Bei Wallgau wird tonnenweise Kies aus dem Fluss geholt - zwecks Hochwasserschutz.

Rege Betriebsamkeit herrscht seit kurzem in Wallgau an der Isar zwischen Isarsteg und Weberwiese. Abwechselnd fahren Lastwagen vom beauftragten Kieswerk Achner über einen provisorisch errichteten Übergang ins Flussbett Richtung Auhütte nach Norden. Nach einem Kilometer wartet auf einem Damm ein Bagger, der die 13 Kubikmeter fassenden Lkw belädt.

Bekanntlich dürfen im Zuge des Hochwasserschutzes insgesamt 20 000 Kubikmeter Kies entnommen, in der 2,5 Kilometer entfernten Kiesgrube der Firma Achner gelagert und auch dort aufbereitet werden.

Auf diese Regelung haben sich im Dezember 2013 Vertreter der Regierung von Oberbayern mit dem Landratsamt, dem Wasserwirtschaftsamt Weilheim und der Gemeinde Wallgau geeinigt. „Diese Maßnahme wurde im Dialog mit der Naturschutzbehörde abgesprochen“, betont Andreas Funk, der zuständige Leiter der Flussmeisterstelle Oberau. „Heuer haben wir die Fahrrinne so ausgemessen, dass diese in der Mitte der Kiesbänke liegt und den jetzigen Wasserlauf nicht beeinträchtigt.“

Als seitliche Ablage wurden auf der Ostseite der Isar weitere 10 000 Kubikmeter Kies aufgeschüttet. „Bei 30 Fahrten pro Fahrzeug können wir täglich rund 1100 Kubikmeter Kies aus der Isar entnehmen“, informiert Firmenchef Hubert Achner. „Dafür werden wir ungefähr 18 Tage im Einsatz sein.“ Da auch der Damm an der Auhütte mit Flussbausteinen verstärkt wird, ist Wallgau seinem Ziel, den Trinkwasserbrunnen zu schützen, ein gutes Stück näher gekommen. ku

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