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Die Party-Band im Ammertal: Janka Roo steht für Ehrlichkeit und die Fähigkeit, zu begeistern. Das hat sie einmal mehr unter Beweis gestellt.

Überfüllte Lokale bei der 5. Brettlnacht in Oberammergau

Regionale und lokale Bands begeistern

Oberammergau - Was will man mehr als Top-Musik und Top-Stimmung? Genau: Mehr braucht's nicht. Und genau das hat die 5. Brettlnacht in Oberammergau geboten. Obendrein gab's noch eine Top-Neuigkeit.

In ein Tollhaus verwandelt sich das Kleine Theater gegen Mitternacht, als Janka Roo einen Hit nach dem anderen raushaut.

Die wichtigste Nachricht vorneweg: Auch 2017 wird es die Ammergauer Brettlnacht geben. Dann zum sechsten Mal. Veranstalter Rupert Reggel will an dem Musik- und Kabarettfestival in Oberammergau festhalten: „Das ist eine unheimlich scheene G’schicht, wenn man sieht, mit wie viel Herzblut die Gruppen Musik machen und die Leut' alle so gut drauf sind.“ Voll unterstreichen kann man diese Worte nach dem Samstagabend, als sich trotz Neuschnee satt und mitunter ordentlichen Windböen viele Musikfreunde dieses mittlerweile gut eingeführte Event nicht entgehen ließen.

Wer sich die guten Plätze sichern wollte, musste früh dran sein. Wie etwa bei Musik- und Kabarett-Urgestein Hanse Schoierer bei der „Tini“, der den Vogel abschoss und vor lauter Spaß am längsten von allen Interpreten spielte, annähernd sechs Stunden lang. Das Publikum dankte es ihm. Macher Reggel hatte dieses Jahr verstärkt Bands aus der Region engagiert. Ein Konzept, das aufging. Wie zum Beispiel bei den Gamskamplern im „Treffpunkt“, die komplett auf Eigenkompositionen setzen und damit den Nerv des Publikums trafen. Überragend ihre Gstanzl über die Ammergauer.

Gute Musik zu machen, ist keine Frage des Alters: Die Beat Bulls sind das beste Beispiel dafür

Oder die Beat Bulls mit Jonny Toth, die Alt-Rocker, die das Böbinger Open Air einst rockten. Als sie das „An Tagen wie diesen“ von den Toten Hosen in die Mikrophone brüllten, ging es ab im brechend vollen Wirtshaus am Sternplatz. Anstehen am Saaleingang, weil überfüllt, hieß es auch im Gasthof Rose, wo im August immer die Feuermacher von Oberammergau den Geburtstag vom Kini feiern. Die BressBäänd aus Steingaden/Lechbruck zog mit ihren Blasinstrumenten alle Register. Wer da nicht mitwippte im Takt, dem war nicht zu helfen. Quasi ein Heimspiel hatte auch die zahlenmäßig größte Formation an diesem Abend, nämlich die Unterammergauer Acht-Mann- und Zwei-Frauen-Kombo Janka Roo, die den Oberammergauern im Kleinen Theater einheizen wollten – und nicht zuviel versprachen. Hier steppte der Bär, doch leider musste die Band aufgrund einer gemeindlicher Auflage und aus Rücksicht gegenüber den Nachbarn schon um kurz nach halb Eins, nach vier Zugaben, aufhören. Die gut 250 Partygäste hätten gern noch ein wenig weitergefeiert. So blieb ihnen nur der Heimweg durch die kalte, tiefverschneite Winternacht . . .

Wohl die allermeisten der von Reggel vage auf 700 bis 800 geschätzten Festival-Fans dürften vorm Einschlafen nochmal glücklich und zufrieden auf das Erlebte zurückgeblickt haben – es war ein rundum gelungener Abend. Wie sagte es doch ein einheimischer Mittfünfziger: „Wenn scho mal was geboten wird, muss man auch hingeh’n. Zum Auf-die-Couch-Liegen bleibt Zeit no genügend."

Ludwig Hutter

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