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Urteil bestätigt: Tourengeher auf Pisten

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Dieses Archivbild zeigt Tourengeher auf dem Panoramaweg zum Kranzberg oberhalb von Mittenwald. © dpa

Garmisch-Partenkirchen – Tourengeher dürfen die Skipisten in Garmisch-Partenkirchen für ihren Sport nutzen. Das hatte das Verwaltungsgericht München im Frühjahr entschieden – nun bestätigte auch der Verwaltungsgerichtshof die Entscheidung.

Anton Ernst aus Ohlstadt im Landkreis Garmisch-Partenkirchen hatte gegen die Sperrung der Skipisten für die Tourengeher geklagt.

Nun dürfen sie die Abfahrten im Hausberg-, Kreuzeck- und Osterfeldergebiet wieder begehen. Laut Bayerischer Verfassung stellt der „Genuss der Naturschönheiten und die Erholung in der freien Natur“ ein Grundrecht dar. Die Bayerische Zugspitzbahn (BZB) argumentierte in der Verhandlung vor dem Verwaltungsgerichtshof, dass es sich gar nicht um freie Natur handle, sondern um baulich veränderte Flächen. Ursprünglich hatte sie den Zugang zu den Abfahrten nach dem Naturschutzgesetz verwehrt. Dort heißt es, dass Sperren errichtet werden können, „wenn andernfalls die zulässige Nutzung des Grundstücks nicht unerheblich behindert oder eingeschränkt wird“. Doch damit kam die Bahn nicht durch. Nur während der Präparierungszeiten darf gesperrt werden.

Nun steht den Tourengehern allerdings noch eine sicherheitsrechtliche Anordnung der Gemeinde im Weg. Dagegen ist ein weiteres Verfahren anhängig.  

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