Garmisch-Classic: Tourengeher planen Demo auf Olympia-Abfahrt

Garmisch-Partenkirchen - Der Streit um eine alternative Aufstiegsspur im Skigebiet Garmisch-Classic geht weiter. Nun planen die Tourengeher eine Demonstration auf der Olympia-Abfahrt.

Robert Herz spricht von Klage, von der Kriegskasse und einer Demonstration. Der Ton wird also schärfer im Streit um eine alternative Aufstiegsspur im Skigebiet Garmisch-Classic. „Der Ton wird sportlicher“, korrigiert der Vereinsvorsitzende der Skitourensportler.

Ist der Tonfall auch Auslegungssache - die Gesten sind nicht misszudeuten. Der Verein und seine rund 60 Mitglieder - laut Herz werden es „ständig mehr“ - wollen am 12. Februar gegen 13 Uhr auf der Olympia-Abfahrt demonstrieren. Damit reagieren sie auf die Sperrung durch die Bayerische Zugspitzbahn (BZB): Sie untersagt, wie berichtet, während des Skibetriebs und der Präparierung den Aufstieg über die Pisten. Nur die Standard-Tonihütten ist für Tourengeher geöffnet sowie die Olympia-Abfahrt bis 10 Uhr - ein Kompromiss, den die BZB angeboten, die Tourengeher aber abgelehnt haben. Sie wollen die Piste uneingeschränkt nutzen.

Dieser Forderung wollen sie am 12. Februar Nachdruck verleihen. Um möglichst viele Demonstranten zu mobilisieren, „rühren wir die Werbetrommel“. Auch Flyer in anderen Skigebieten wollen Herz und Co. verteilen. Noch aber ist die Demo nicht genehmigt. Sie wird erst in diesen Tagen beim Landratsamt angemeldet.

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Deshalb reagiert Huber gelassen. Er will „einfach mal abwarten“. Im Ernstfall müsse man sich überlegen, ob der Skibetrieb aus Sicherheitsgründen kurz eingestellt werden muss. Herz aber versichert: „Es soll keine Chaosveranstaltung werden. Wir marschieren am Rand der Piste.“

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