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Premierenfoto unter wolkenverhangenem Himmel: (v.l.) Christian Loth, Florian Hoffrohne mit den Bürgermeistern Karl-Heinz Reichert, Josef Pössinger, Michael Gansler, Gisela Kieweg und Rupert Speer.

Ein Schwabe in Oberbayern

Florian Hoffrohne wird neuer Chef der Ammergauer Alpen

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Oberammergau - Die Katze ist aus dem Sack: Der bisherige Kurdirektor von Bad Feilnbach, Florian Hoffrohne, übernimmt ab dem 1. August die Ammergauer Alpen als neuer Geschäftsführer.

Wenn’s mal wieder etwas länger dauert. Ettals Bürgermeister Josef Pössinger schwante nichts Gutes, als die Kunde vom baldigen Abschied Christian Loths als Geschäftsführer der Ammergauer Alpen die Runde machte: „Ob wir auf die Schnelle wieder so einen guten Mann kriegen werden“, grübelte der Lokalpolitiker. Pössinger Sorge erwies sich als unbegründet. Denn: Vom künftigen Tourismuschef im Ammertal sind die Gesellschafter sprich Bürgermeister der sechs Gemeindens „zu 100 Prozent überzeugt“, wie am Mittwoch bei der offiziellen Vorstellung Bad Kohlgrubs Rathauschef Karl-Heinz Reichert kundtat. Der Name des Neuen: Florian Hoffrohne, 41 Jahre, als Kurdirektor noch in Diensten des Moorheilbads Bad Feilnbach. Ab dem 1. August zieht er als Touristiker die Fäden in den Ammergauer Alpen.

Gegen fast 40 Mitbewerber setzte sich der Schwabe letztendlich durch, und in der Finalrunde mit verbliebenen sechs Bewerbern hinterließ Hoffrohne den mit Abstand besten Eindruck. Reichert beschreibt die Momente nach der rund einstündigen Präsentation: „Wir haben uns angeschaut und dann gefragt: ,Der isses, oder?’ Einhelliges Kopfnicken. Noch auf dem Flur, nach rund 30 Sekunden, wurde Florian Hoffrohne zurückgerufen und ihm die Entscheidung mitgeteilt, dass man sich für ihn entschieden hätte. Der Gekürte informierte seine Ehefrau und nach einer Nacht drüber schlafen kam via Telefon das O.k. aus Bad Feilnbach. Mit ihm, ist der Kohlgruber Bürgermeister überzeugt, könne man die Erfolgsgeschichte der Ammergauer Alpen fortschreiben.

Reichlich Vorschusslorbeeren also für den 41-Jährigen. Der gab am Mittwoch die Komplimente an seine künftigen Chefs zurück: „Ich hab’ gleich ein Gefühl von Vertrauen gespürt und dass es passt.“ Neuland sei sein künftiges Arbeitsgebiet absolut nicht, wusste Hoffrohne zu berichten. Immer wieder mal sei er in der Gegend zum Wandern oder bei Ausflügen gewesen. Zudem stamme seine Frau aus Trauchgau, deren Eltern leben auch noch dort. Seinen bisherigen Wirkungskreis als Kurdirektor in Bad Feilnbach verlassen zu müssen, dafür hätte zwar keine absolute Notwendigkeit bestanden, „doch irgendwie habe ich gespürt, dass in mir nach sechs Jahren der Wunsch nach einer beruflichen Veränderung gereift ist“. Nach einer gemeinsamen Erörterung der Sachlage mit seiner Frau habe diese ihn auch darin bestärkt. Nochmal der neue Mann an der Spitze der Ammergauer Alpen: „Ich hätte jetzt in Bad Feilnbach auch die Möglichkeit gehabt, ein Haus zu bauen, aber restlos überzeugt waren wir davon nicht.“

Den Wechsel in die Ammergauer Alpen bezeichnet Florian Hoffrohne als „großen Schritt“, dem er aber mit Vorfreude und Spannung entgegenblicke. Aus Bayern wegzugehen, zum Beispiel in den Norden der Republik, sei nicht zur Debatte gestanden: „Gerade im Tourismus brauche ich eine gewisse Verbindung und Identifikation mit der Region. Das ist wie ein Puzzlespiel mit 1500 Teilen. Wenn’s irgendwo nicht passt, kann daraus kein Gesamtbild entstehen.“ Ein Schwabe in Oberbayern, da könnte tatsächlich was zusammenwachsen.

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