Drei Leichen in bayerischem Wohnhaus gefunden - Ermittler glauben, dass sich „Familientragödie abgespielt hat“

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Gute Nachrichten haben die beiden Tourismusdirektoren Peter Ries (l.) und Peter Nagel zu vermelden: 2011 war aus Fremdenverkehrs-Sicht ein sehr gutes Jahr. foto: Kaiser

Tourismuszahlen wie zur Passion

Garmisch-Partenkirchen - Gute Bilanz für 2011: Es gab in Garmisch-Partenkirchen nahezu kein Minus bei den Übernachtungszahlen im Vergleich zum Passionsjahr 2010. Aber es gibt weiter Behandlungsbedarf.

Die beiden Garmisch-Partenkirchner Tourismusdirektoren Peter Nagel und Peter Ries hatten zum großen Teil positive Nachrichten: Für ihre gute Laune sorgt vor allem die Tatsache, dass es 2011 erstmals kaum ein Minus bei den Übernachtungszahlen im Vergleich zum Passionsjahr 2010 gegeben hat. Mit 1,11 Millionen Nächtigungen waren es nur 380 weniger als im Jahr zuvor. „Zwar kamen 2011 mit 312 374 Touristen 4,6 Prozent weniger als 2010, dafür blieben aber die Urlauber entgegen dem langjährigen Trend im Durchschnitt nicht nur 3,4, sondern 3,6 Tage“, nannte Nagel Details.

Im Langzeitvergleich von 2005 bis 2010 hat sich die Anzahl der Gäste um 4,11 Prozent vermehrt, fügte Ries hinzu.

Als Folge der Alpinen Ski-Weltmeisterschaften wollen die Tourismus-Experten diese gute Entwicklung des vergangenen Jahres nicht betrachten, vielmehr als erste Erfolge eines Maßnahmen-Bündels, das GaPa-Tourismus zusammen mit den Vermietern in Angriff genommen hat. „Wir sind in allen Bereichen professionell aufgestellt und können dienstleistungsorientiert arbeiten“, fasste Ries das Ergebnis zusammen.

Er nannte einige Beispiele erster Erfolge. Im Kongressgeschäft seien die Einnahmen von 216 700 auf 473 300 Euro gestiegen, bei den BMW Motorrad Days würden jedes Jahr sieben Millionen Euro generiert, und die Zusammenarbeit mit der Tiroler Zugspitz-Arena bringe auch der Garmisch-Partenkirchner Geschäftswelt ein hohes Wertschöpfungs-Potenzial.

Auch fürs Auge der Gäste hat GaPa-Tourismus einiges getan: Nach ihrem Umbau sei die Tourist-Info ein „optischer Leckerbissen“ und die neue Merchandising- und Bekleidungs-Kollektion komme ebenfalls gut an.

Trotzdem gibt es noch viel zu tun: Der Anschluss an die anderen Orte wie St. Moritz, Zürs oder Kitzbühel sei noch nicht vorhanden. Allein schon Seefeld habe drei Fünf-Sterne-Hotels, 41 mit vier und 42 mit drei Sternen. Zum Vergleich: Garmisch-Partenkirchen weist lediglich ein Haus mit fünf, zwölf mit vier und 15 mit drei Sternen auf. „Wir brauchen mindestens ein weiteres, besser zwei Hotels mit fünf Sternen, um auch diesbezüglich zu ‘Best of the Alps’ zu gehören“, verdeutlichte Nagel die Dringlichkeit.

Heuer sei die Erhöhung der Sommer-Attraktivität angesagt - beispielsweise durch Wander- und Themenwege, die Einführung des Online-Meldewesens samt neuer Gästekarte sowie die Belebung des Ortsteils Partenkirchen. Auch das Projekt „Winter im Park“ soll in Angriff genommen werden, möglicherweise mit Langlaufloipe oder Eisfläche im Kurpark. Eventuell wird auch GaPa-Land wieder zum Leben erweckt.

Danach wurde diskutiert. Lob gab es für den hohen Werbewert der großen Wintersportveranstaltungen, kritisiert wurden die wenigen Parkmöglichkeiten am Hausberg. „Jetzt haben wir hochleistungsfähige Bergbahnen, aber zu wenig Parkraum“, sagte Bürgermeister Thomas Schmid. Gemeinderat Franz Wörmann regte an, dringend einen weiteren, leistungsfähigen Bahnübergang zu schaffen, um das Verkehrschaos zu entspannen.

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