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Immer mehr arabische Sommergäste kommen nach Garmisch-Partenkirchen

Mehr als 1,5 Millionen Übernachtungen

Tourismuszahlen: So gut wie zuletzt 1965

Garmisch-Partenkirchen –  Zum achten Mal in Folge präsentiert GaPa-Tourismus ein Plus bei den Urlauberzahlen. Und zwar ein dickes. Das Jahresergebnis toppt beinahe alles bisher Dagewesene.

Seit 1954 wird in der Marktgemeinde Buch geführt: Wie viele Urlauber kommen nach Garmisch-Partenkirchen? Wie lange bleiben Sie? Wie viele Übernachtungen gibt es? Letztere Zahl hatte im Jahr 1965 die magische Marke von 1,5 Millionen überschritten – und seitdem nicht mehr. Bis zum Jahr 2016 mit – wie Tourismus-Direktor Peter Ries es nennt – einer „unglaublichen“ Bilanz. Die magische Marke wurde wieder geknackt. „Wenn auch nur knapp“, erklärte Ries im Tourismusausschuss mit Blick auf exakt 1 500 270 Übernachten. Eine Zahl, „auf die wir sehr, sehr stolz sind.“ Zurecht. Denn neben 2016 und 1965 gab es nur noch im Jahr 1962 mehr als 1,5 Millionen Übernachtungen.

Stolz können GaPa-Tourismus und alle Dienstleister im Ort ohnehin sein. Denn auch die gesamte Bilanz ist sehr positiv. Und besser als im Vorjahr. „Das haben wir nun achtmal hintereinander getoppt“, sagte der Experte zum Jahresergebnis. Bei dem stechen vor allem zwei Monate hervor: „Der Juli und August waren der Wahnsinn.“

Der Blick in die Statistik fürs vergangene Jahr zeigt: Bei den Ankünften gibt es ein Plus von 3,8 Prozent auf 457 594, bei den Übernachtungen ein Plus von 4,5 Prozent, bei den Ankünften aus dem Inland geht die Zahl um 6,1 Prozent auf 318 661 rauf, satte 7,8 Prozent sind es bei den Übernachtungen ausländischer Gäste, von denen es 388 529 gab. Einzig die Ankünfte aus dem Ausland verhageln die Bilanz. Dieser Wert verringert sich um ein Prozent auf 138 933. Grundsätzlich gilt: Die meisten Besucher (70 Prozent) kommen aus dem Inland. Bei den restlichen 30 Prozent liegen die arabischen Golfstaaten vorn, gefolgt von den USA und China. Der russische Markt zieht Ries zufolge wieder an. „Allein im Januar hatten wir ein Plus von 20 Prozent.“

Nach seinen Ausführungen erntete der Tourismus-Chef breites Lob aus dem Gremium. Zum Beispiel von Jutta Griess, selbst Hotelier und Vertreterin des Hotel- und Gaststättenverbands. „Das ist ein Riesen-Ergebnis.“ Der stete Aufschwung sei spürbar. Das ist für Gries an einem einfachen Indikatoren sichtbar. „Früher habe ich drei bis vier Zimmermädchen gebraucht, heute sind es sechs.“

Nachdem sich das Jahresergebnis zuletzt immer weiter verbessert hat, sind die Erwartungen entsprechend hoch. Doch Ries wiegelt ab: „Ob wir das noch einmal schaffen, weiß ich nicht.“ Gerade in naher Vergangenheit habe sich gezeigt, wie sensibel der Tourismusmarkt auf den internationalen Terror reagiert. Der Anschlag an Silvester in der Türkei habe dazu geführt, dass die Menschen eher in Deutschland buchen. Nach dem Anschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt gab es allerdings umgehend Stornierungen. „Wir merken das sofort.“ Deswegen sei es so schwierig, eine Prognose für 2017 abzugeben.

2016 geht jedenfalls in die Geschichte der erfolgreichesten Jahre ein (Kasten). Dass es in den 1960er Jahren so viele Übernachtungen gab, hat einen einfachen Grund. Ries zufolge bestanden damals noch große Hotels wie das Neu Werdenfels oder den Alpenhof mit vielen Betten. Die sind längst Geschichte.

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