Mit neuem Partner: Florian Vollmer läuft in Crimmitschau an der Seite von Tim Regan und Justin Zilla auf. foto: bse

Travniceks Weckrufe

Garmisch-Partenkirchen - Der Ärger über das vergangene Wochenende ist bei SCR-Manager Ralph Bader verflogen - fast zumindest. „Abgehakt“, sagt er mit grimmiger Miene.

 Es ist aber nur die halbe Wahrheit, denn Bader ist mächtig angefressen. Aber nicht etwa wegen der Leistung der Mannschaft, sondern aufgrund der Stimmung im Umfeld. „Nur weil wir jetzt mal gegen zwei Top-Teams verloren haben, ist plötzlich wieder alles schlecht. Dass wir für einen Aufsteiger richtig gut dastehen, interessiert niemanden. Das ärgert mich“, schimpft er.

Mit einem Sieg heute Abend in Crimmitschau und am Sonntag gegen Ravensburg (Heimspiel um 18.30 Uhr) könnte sich die Laune aller Beteiligten sicher bessern. Noch viel wichtiger: Holt der SCR gegen die direkten Konkurrenten viele Punkte, bleibt das Team weiterhin dicht an den Playoff-Plätzen dran. Geht es schief, wird der Abstand wieder größer.

Der Wichtigkeit der beiden Partien ist man sich beim SCR durchaus bewusst. Trotzdem schlägt Bader eher leise Töne an. Von Pflichtsiegen oder gar einem Wochenende der Wahrheit will er nichts wissen. „In den nächsten beiden Partien entscheidet sich nicht die Saison.“ Freilich wolle der SCR in Crimmitschau punkten, „aber ob es einer, zwei oder drei werden, ist egal“.

Es wäre ohnehin eine Premiere. Denn in den bisherigen zwei Duellen mit den Sachsen gingen die Garmisch-Partenkirchner immer leer aus. Warum das so ist, weiß nicht einmal Trainer Zdenek Travnicek so genau. „Vielleicht liegt es daran, dass wir Probleme mit ihren großgewachsenen Stürmern hatten. Oder der ETC hat einfach zweimal den besseren Tag erwischt.“ Aber egal. Diesmal soll alles anders, also besser werden. „Wir sind bereit und wollen etwas reißen.“ Sein Wunsch: „Es wäre an der Zeit für einen Sieg.“

Unter der Woche hat der Trainer sein Team auf die wichtige Partie eingeschworen - im positiven Sinne. „Ich habe den Jungs gesagt, dass sie stolz auf sich sein können und wir schon viel erreicht haben“, verrät er. „Aber eben auch, dass wir jetzt wieder richtig Gas geben müssen.“

Das bekamen die Spieler dann auch im Training zu spüren. „Ich habe versucht, wieder mehr Zug reinzubringen.“ Konzentration, Aggressivität und Tempo waren angesagt, Schlampereien hingegen verboten. „Wer geschlafen hat, den habe ich höchstpersönlich aufgeweckt“, sagt Travnicek schmunzelnd. Wie genau er das angestellt hat, wollte er aber nicht verraten.

Auskunftsfreudiger war der Coach bezüglich der Aufstellung - und die hat ein paar kleine Überraschungen parat: Tim Regan stürmt in Crimmitschau an der Seite von Florian Vollmer und Justin Zilla. Dafür rutscht Benjamin Barz in die Reihe mit Tim Richter und Maxi Kastner. „Davon verspreche ich mir mehr Produktivität“, erklärt Travnicek. Nicht im Kader steht Tobias Biersack. Der Stürmer knickte im Training um und erlitt einen Syndesmoseriss. Eine Tatsache, die Baders Laune auch nicht verbessert hat.

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