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Am Tatort ließen die Einbrecher drei Spitzhacken, einen Bosch-Trennschleifer, einen Vorschlaghammer und ein Adler-Langbeil zurück. Die Polizei hofft auf Spuren.

Erheblicher Schaden entstanden

Tresorknacker in der Kreuzeckbahn

Garmisch-Partenkirchen - Sie haben es offensichtlich auf die Wochenend-Einnahmen von Bergbahnen abgesehen und gehen mit brachialer Gewalt vor. Bei einem Einbruch in die Talstation der Kreuzeckbahn  richteten Unbekannte in der Montagnacht enormen Schaden an, machten aber kaum Beute.

Die Täter kletterten über die Sperrtore und verschafften sich gewaltsam Eintritt in das Betriebsgebäude. Auf der Suche nach Bargeld demolierten sie nicht nur Türen und zwei Tresore. Sie schlugen auch eine Innenwand aus Rigips ein, um an die Seitenwand eines Tresors zu kommen. „Sie suchten nach einer Schwachstelle, wo sie den Geldschrank knacken können“, vermutet Kriminalhauptkommissar Edwin Schupp. An dem größeren Tresor sind sie gescheitert. Den kleineren haben sie geknackt, aber nur wertlose Unterlagen entwendet. Der Schaden ist allerdings erheblich. Der Sachbearbeiter vom Fachkommissariat für Einbrüche und Raubdelikte schätzt ihn auf 30.000 bis 40.000 Euro, weil die Einbrecher auch Wände und Möbel verrußten und verschmutzen. Die Tatzeit lässt sich genau eingrenzen: die Brandmeldeanlage schlug um 2.30 Uhr an.

Die Unbekannten ließen ihr komplettes Werkzeug am Tatort zurück, darunter eine Flex. Es gebe keinen Hinweis, dass sie bei der Tat gestört wurden und geflüchtet sind, berichtet Schupp: „Vielleicht hatten sie Angst davor, von den Schleierfahndern mit dem Einbruchsgerät erwischt zu werden.“ Dass örtliche Täter am Werk waren, schließt die Polizei fast aus: „Wir haben es bei Tresoraufbrüchen seit Jahren mit überregionalen Banden zu tun.“

Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen wurde in diesem Sommer schon öfter von Einbrechern heimgesucht. Bei einem Einbruch in die Laber-Bergbahn am 25. Juli wurde nur eine Geldkassette erbeutet. Im nahen Wellenberg verursachten die Täter in der selben Nacht auf der Suche nach Barem 6000 Euro Schaden. Anfang August wurde im Kehlsteinhaus im Berchtesgadener Land ein sechsstelliger Betrag Diebesbeute, zwei Wochen später eine fünfstellige Summe in der Jennerbahn in Schönau am Königssee. In der Nacht, bevor in die Kreuzeckbahn eingebrochen wurde, vereitelte ein Wohnmobilfahrer an der Kampenwandbahn im Chiemgau einen Einbruchversuch. Inzwischen geht die Polizei davon aus, dass es sich in allen Fällen um dieselben Täter handelt.

Die Kripo Garmisch-Partenkirchen hofft auf Zeugenhinweise. Wer hat in der Nacht auf Montag im Bereich der Kreuzeckbahn verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen? Hinweise unter 0 88 21/91 70. 

Eva Stöckerl

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