Claudia Thomas will den Singkreis am Leben halten. Foto: tom/a.

Trotz Rausschmiss: Chorleiterin macht weiter

Krün - Trotz der fristlosen Entlassung durch Pfarrer Studzienny gibt Claudia Thomas nicht auf: Sie betreutweiterhin den Singkreis in Krün. Nur in der eigenen Kirche darf der nicht auftreten...

Claudia Thomas gibt nicht auf. So leicht lässt sich die Wahl-Wallgauerin nicht entmutigen. Sie macht weiter und leitet ab sofort wieder den Singkreis St. Sebastian in Krün - wenn auch nicht mehr als Mitarbeiter der Kirche, sondern privat. Die Proben beginnen am Donnerstag, 26. Januar, um 19.30 Uhr in der Grundschule Krün. Damit ist die Zukunft des Chors vorerst gesichert. Denn nach Thomas’ fristloser Kündigung war bislang unklar, ob und unter wem die Sänger nun proben.

Wie berichtet, hatte Mieczyslaw Studzienny, Pfarrer von Krün und Wallgau, die 54-Jährige im Dezember 2011 fristlos entlassen - als Leiterin des Kinderchors Krün-Wallgau, als Leiterin des Kirchenchor St. Sebastian und als Organistin. Die engagierte Bochumerin reagierte auf die Entlassung „ohne jede Begründung“ maßlos enttäuscht. Thomas war nach Margarete Fischer und Sylvia Meggyes die dritte Frau innerhalb von fünf Jahren, die ihr Engagement in den von Studzienny geleiteten Pfarrein Krün und Wallgau beenden musste.

Jetzt macht sie Thomas privat weiter. Unter ihrer Leitung üben die Mitglieder leichte, klassische Werke, Gospels und Taizé-Gesänge. Als musikalischer Begleiter fungiert Michael Heinfling mit der Trompete. Neue Sänger sind willkommen. Zunächst ist geplant, neben Café-Konzerten und Singnachmittagen in den Gottesdiensten der Nachbargemeinden aufzutreten. „In der eigenen Kirche wird es uns ja nicht erlaubt“, sagt Thomas. Doch ihr großer Wunsch bleibt, „wieder in den katholischen und evangelischen Gottesdiensten in Krün musizieren zu dürfen“. Dafür braucht es aber die Zustimmung von Pfarrer Studzienny. Ob er diese trotz des Streits erteilt, bleibt abzuwarten.

(nine)

Auch interessant

Kommentare