Ausgaben halten sich in Grenzen

Trotz Schneemangels: Die Dorf-Skilifte bleiben

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Ohlstadt/Eschenlohe - Sie waren heuer nur eine Woche in Betrieb: Trotzdem rütteln die Gemeinden Ohlstadt und Eschenlohe nicht am Fortbestand ihrer kleinen Lift-Anlagen. 

Das Angebot gehört quasi zum Inventar der beiden Dörfer: Seit Jahrzehnten läuft in Eschenlohe und Ohlstadt jeweils ein kleiner Skilift – und daran soll sich künftig nichts ändern, trotz der zunehmend schneearmen Winter. Auch in dieser Saison waren die Anlagen in beiden Orten gerade einmal eine Woche in Betrieb; entsprechend mau fallen die Einnahmen aus.

Doch klar ist: Es kommt nicht in erster Linie darauf an, einen Riesen-Reibach zu machen. Für Kinder und Jugendliche sei der Lift eine schöne Sache, betont Christoph Gratz, Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Ohlstadt. Die gleiche Meinung vertritt Eschenlohes Bürgermeister Anton Kölbl (CSU): „Es handelt sich um ein Angebot für Kinder, das wir uns als Gemeinde leisten wollen.“ Zumal sich die Ausgaben der beiden Kommunen in der Regel sehr in Grenzen halten mit jeweils wenigen tausend Euro pro Jahr. Eine Ausnahme bildete lediglich 2011, als beide Dörfer in einen neuen Seillift investierten, der wieder Jahrzehnte laufen kann. Eschenlohe, das Kosten für Technik, TÜV sowie Strom trägt und in der Landwirtsfamilie Gilg einen Betreiber hat, gab nach Angaben von Gratz 32 000 Euro dafür aus, der Nachbar 27 000 Euro; er leistete sich allerdings für Skigebiet und Loipe noch eine Pistenraupe für 68 000 Euro. In Ohlstadt, das den Lift selbst betreibt, hatte sich damals sogar eine 70-köpfige Interessengemeinschaft für den Bau einer deutlich größeren und teureren Multifunktionsanlage mit Schneekanone am Ram eingesetzt, war mit dem Vorschlag aber im Gemeinderat gescheitert (wir berichteten).

Der Betrieb läuft weiter im kleinen Rahmen – und kommt an: „Jeder in Ohlstadt hat am Ram das Skifahren gelernt“, betont Gratz. Dasselbe gilt für die Eschenloher Anlage, die auf gemeindeeigenem Grund auf der Rieder liegt. Und für Kölbl, der dort einst seine Anfänger-Schwünge in den Schnee gesetzt hat, so wie nach ihm Generationen anderer Kinder des Dorfs.

Den ersten Lift, weiß Kölbl, errichtete einst die Familie Späth. Die Inhaber des Hartsteinwerks betrieben die Anlage mit Personal des Betriebs. „Da gab es tolle Winter“, erinnert sich Kölbl – und entsprechend lief damals auch das Lift-Geschäft.

Rubriklistenbild: © Archiv

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