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Gut zu erkennen ist eine der künftigen Röhren der Oberauer Umfahrung. Sie markiert ein Luftbogen an der Anschlagswand. Der zweite Bogen folgt nächste Woche.

Großer Moment am Oberauer Tunnel verschoben

Im Januar startet der Durchbruch

Oberau - Der große Moment ist um zwei Wochen verschoben: Am 5. Januar startet der Tunnel-Durchbruch am künftigen Nordportal der Oberauer Umfahrung. 

Es kann losgehen. Die Arbeiter können die ersten Meter in den Berg baggern. Könnten. Alle Vorbereitungen dafür sind am künftigen Nordportal des Oberauer Tunnels getroffen. Doch sie haben den sogenannten Anschlag, den Start des Durchbruchs und damit eine der schwierigsten Phasen, auf 5. Januar 2016 verschoben. Der Grund: So haben die Arbeiter der Firma Marti die Möglichkeit, Weihnachten mit ihren Familien zu feiern. „Denn fängt man mal an, dann lässt sich der Vortrieb nicht einfach unterbrechen“, sagt Josef Seebacher, Sprecher der Autobahndirektion Südbayern.

Im neuen Jahr aber legt das Team des Schweizer Unternehmens sofort los. Die sogenannte Anschlagswand ist erstellt: eine senkrechte, mit Spritzbeton und Ankern gesicherte Wand, an der der Vortrieb mit Spezialgeräten beginnt. Auch ein Luftbogen zur zusätzlichen Absicherung steht, ein zweiter folgt Anfang nächster Woche. Dann ist genau zu erkennen, wo die beiden Röhren künftig in den Berg führen. Gesprengt wird im Übrigen vorerst nicht. Dies kommt rein technisch die ersten 20 Metern nicht in Frage, in denen die Arbeiter lockeres Gestein und Schutt erwartet.

Die Verzögerung beunruhigt Seebacher nicht. Zwar sei der Zeitplan für das 204-Millionen-Euro-Großprojekt mit sechs Jahren Bauzeit sehr eng bemessen. „Aber eine Woche früher oder später ist hier nicht entscheidend.“ 

kat

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