SCR-Kapitän Florian Vollmer in Eishockey-Montur guckt skeptisch.
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Klassenerhalt: Mehr sei laut Kapitän Florian Vollmer mit dem derzeitigen Kader des SCR nicht möglich.

Personalprobleme vor dem heutigen Spiel des SCR – Kapitän bemängelt den Kader

Überraschungs-Ei SC Riessersee

  • vonPatrick Hilmes
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Ein paar angeschlagene Spieler und ein eh schon mickriger Kader: Den SC Riessersee plagen vor dem heutigen Test bei den Eisbären Regensburg arge Personalsorgen. Das bemängelt auch Kapitän Florian Vollmer und sagt, das Stand jetzt nicht viel möglich sein wird in der Oberliga Süd.

Garmisch-Partenkirchen – Spiel, Spaß, Spannung, Schokolade. Okay, der letzte Punkt passt nicht. Um Schokolade geht es beim SC Riessersee nicht. Der Rest des Werbeslogans von Kinder Überraschung passt aber perfekt zum Eishockey-Oberligisten.

Spiel: Heute um 20 Uhr wird der SCR von den Eisbären Regensburg zur Vorbereitungspartie empfangen. Spaß: Das ist einer der Punkte, der nach dieser langen Corona-Pause im Vordergrund steht. Spannung: Das verspricht vor allem der Kader der Weiß-Blauen. Hinter ihm steht noch ein großes Fragezeichen. Daher bezeichnet Trainer George Kink vor der Testpartie in Regenburg seine Mannschaft als „Überraschungs-Ei“.

Quartett fehlt definitiv - Ein weiterer Spieler fraglich

Fehlen werden auf jeden Fall Uli Maurer, Simon Mayr sowie die Radu-Brüder Anton und Thomas. Fraglich ist die Einsatzfähigkeit von Christoph Frankenberg, der angeschlagen ist. Und wer ersetzt diese Ausfälle in dem eh schon sehr schmalen Kader? „Das weiß ich ehrlich gesagt auch noch nicht. Wir werden etwas in den Tag hineinleben müssen“, gesteht Kink. Aus München erhofft er sich noch kurzfristige Verstärkung. Angesichts dieser personellen Lage ist der Wunsch des Coaches für die Partie gegen die Eisbären naheliegend: „Keine Verletzten.“ Bereits im Training unter der Woche konnte er nur mit neun bis zehn Mann arbeiten. Alles andere als ideal.

Vollmer wirkt wieder mit

Immerhin kann Kink wieder auf seinen Kapitän setzen, Florian Vollmer. Der Routinier hatte am vergangenen Wochenende beim Testturnier in Dresden nicht mitgewirkt. „Zu hohes Verletzungsrisiko angesichts der kurzen Vorbereitung“, lautet Vollmers Begründung. Nun wird er aber wieder auf dem Eis stehen. Und die Freude ist entsprechend groß. Die Corona-Pause konnte er etwas entspannter als viele seiner Mannschaftskollegen verleben. Vollmer war einer von zwei Akteuren, die bereits vor dem Lockdown neue Verträge – ohne aufschiebende Wirkung – unterschrieben hatten. „Das hilft natürlich. Aber es war trotzdem sehr lang und man fragt sich dennoch genauso, wann es endlich wieder losgeht.“ Im Worst-Case-Szenario hätte er sein Duales Studium in Sportökonomie intensiviert.

Stand jetzt spielen wir mit diesem Kader nur um den Klassenerhalt

SCR-Kapitän Florian Vollmer

Jetzt ist er aber froh, wieder auf dem Eis stehen zu können. Bereits in den Wochen vor dem offiziellen Trainingsstart im Olympia-Eissportzentrum stand Vollmer mit seinen Mitspielern wieder auf Kufen. „Aber das waren freiwillige Einheiten. Zusammen mit der Mannschaft und dem Trainer ist das ganz anders.“ Die Erleichterung war nun groß, doch die Sorgen sind es ebenfalls noch. „Stand jetzt spielen wir mit diesem Kader nur um den Klassenerhalt“, betont Vollmer. „Wir sind schon extrem auf externe Hilfe angewiesen.“ Der Kapitän bekräftigt dies insbesondere mit Blick auf die Oberliga-Konkurrenz. „Andere haben ihre Kader sehr stark aufgerüstet.“

Testspiel gegen den Meister

Die erste Standortbestimmung folgt heute Abend in Regensburg gegen den Meister der vergangenen Saison. Danach weiß man zumindest, wo einer der Top-Favoriten der Oberliga steht. Wo die Weiß-Blauen stehen, dürfte angesichts des zusammengewürfelten Kaders auch nach der Partie schwierig zu beantworten sein. Der SCR bleibt vorerst ein Überraschungs-Ei.

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