Gute Neuigkeiten für Bauwillige

Bauland für Familien in Uffing

Die Gemeinde verkauft Grundstücke Am Taubenbühl. Doch nicht alle sind dafür. 

Uffing – Ganz wohl ist Bürgermeister Rupert Wintermeier (Wahlgemeinschaft Uffing) nicht. Aber der Gemeinderat hat am Donnerstagabend im Sitzungssaal gesprochen. Beziehungsweise mehrheitlich entschieden. Und ihn damit überstimmt. Es stand 13 gegen 2. Grund für das Votum war das Bauland Am Taubenbühl, das aus insgesamt acht Grundstücken besteht. Bis Anfang 2018 soll dieses nun verkauft werden. Zu welchem Preis, ist derzeit nicht spruchreif. Darüber wurde nur in nichtöffentlicher Sitzung gesprochen. Bekannt ist jedoch eines. Die Flächen sollen an junge Familien gehen – zu vergünstigten Konditionen. „Die Ortszugehörigkeit wird berücksichtigt“, betonte der Rathauschef auf Tagblatt-Nachfrage.

Es ist nicht so, dass er die Flächen nicht hergeben möchte. Er hat jedoch ein „ungutes Gefühl“, dabei, wenn die Kommune das Geld auf der „hohen Kante“ liegen habe. „Mir persönlich wäre es lieber gewesen, bis nächstes Jahr zu warten“, betont er. Solange, bis anstehende Projekte realisiert werden können. Dann hätte man das Geld schnell reinvestieren können. Ähnlich sieht es Josef Popp (Wählergemeinschaft Schöffau). Auch er sprach sich gegen den Verkauf aus. „Ich würde es nicht tun“, sagte er. Popp fürchtet, dass nach dem Verkauf gewisse „Begehrlichkeiten“ geweckt werden könnten.

Dem widersprachen Wolfgang Hirschvogel (CSU/Bürgerliste), Robert Fischer (Wahlgemeinschaft Uffing) und auch der Zweite Bürgermeister Josef Diepold (Wahlgemeinschaft Uffing). Diepold betonte, dass Geld in den Kassen kein Grund sein dürfte, nicht zu verkaufen. Schließlich habe man den Bürgern gegenüber Verpflichtungen. „Es gibt viele, die bauen möchten“, betonte Hirschvogel. Auch weil die Zinsen dafür gut stehen. Fischer wies darauf hin, dass in der Bevölkerung ein gewisser Unmut herrsche. Einheimische warten darauf, dass endlich etwas passiert. Immerhin sei das Gebiet erschlossen worden um zu bauen.

Dies soll in naher Zukunft geschehen. Nach dieser Entscheidung stimmten die Räte noch darüber ab, ob alle acht Grundstücke oder nur einzelne veräußert werden. Auch auf Anraten des Bürgermeisters, der vor „jahrelangen Baustellen“ warnte, stimmte das Gremium – dieses Mal einstimmig – für ersteres.

Ebenso wenig wie die Preise für die Flächen ist bislang bekannt, zu welchen Konditionen Bauwillige zum Zuge kommen sollen. Die Leitlinien dafür sind derzeit zwar im Rathaus Thema, stehen jedoch noch nicht fest.

Magdalena Kratzer

Rubriklistenbild: © Lory/Symb olbild

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