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Ende der Durststrecke für Funkloch Uffing: Baustart für Mast soll im August erfolgen - Bürgermeister noch zurückhaltend

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Von: Roland Lory

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Auf der Fläche neben der Kläranlage in Uffing soll der Funkmast der Vodafone-Tochter Vantage Towers entstehen.
Der Standort: Auf der Fläche neben der Kläranlage in Uffing soll der Funkmast der Vodafone-Tochter Vantage Towers entstehen. © Mayr

Der schlechte Handyempfang in Uffing könnte bald der Vergangenheit angehören. Denn Vodafone will noch im August damit beginnen, den schon lange geplanten Mast an der Kläranlage zu errichten. Auch eine Anlage auf dem Standortübungsplatz könnte Abhilfe schaffen.

Uffing – Bürgermeister Andreas Weiß (parteifrei) ist noch „vorsichtig und zurückhaltend“. Denn die Gemeinde Uffing habe von Vodafone „schön öfters die Auskunft bekommen, dass ein Mast gebaut wird“. Doch passiert ist dies bis heute nicht. Weiß glaubt erst an eine Realisierung, wenn die Baumaschinen an dem vorgesehenen Platz an der Kläranlage angerückt sind.

„Die Bauarbeiten für den Standort sollen voraussichtlich noch im August beginnen“, sagt Robin Hagenmüller, Pressesprecher der Vantage Towers AG. Diese ist für die Errichtung zuständig. Der Mast ist ihm zufolge grundsätzlich so konzipiert, dass ihn mehrere Mobilfunknetzbetreiber verwenden können. „Aktuell beabsichtigen Vodafone und Telefónica (O2) den Standort zu nutzen.“ Der Funkmast soll die gesamte Ortschaft Uffing sowie einen Teil der Bahnstrecke abdecken. Ob dies wegen der topografischen Verhältnisse (Stichwort: Achgraben) realistisch ist, bleibt abzuwarten.

Weitere Vodafone-Pläne

Für Uffing sind auch weitere Vodafone-Pläne interessant. So soll „voraussichtlich“ bei Eglfing auf dem Bundeswehr-Übungsplatz ein Mast errichtet werden. „Der genaue Standort ist allerdings noch nicht abschließend geklärt“, sagt Hagenmüller. Zudem soll in Gassenried bei Eglfing eine Anlage kommen. Die Planung hierfür hat bereits begonnen, der Bau soll voraussichtlich noch in diesem Herbst starten. Dieser Mast wird das Bahnhofsviertel in Uffing jedoch „nur marginal erreichen“, sagt Vodafone-Sprecher Volker Petendorf. „Für eine gute Versorgung ist der Standort auf dem Truppenübungsplatz erforderlich.“ Weiß hört es gern, dass auch dort etwas passieren soll. „Eine gute Nachricht.“

Hagenmüller sagt, als neutraler Infrastrukturanbieter sei es das Ziel von Vantage Towers, so viele Mieter wie möglich für jeden der Standorte zu gewinnen. „Auf diese Weise können wir effizient arbeiten, Ressourcen schonen und gleichzeitig Emissionen verringern.“

Funklöcher schließen

Laut Vodafone-Sprecher Petendorf baut das Unternehmen sein Netz im Landkreis Garmisch-Partenkirchen ständig aus, um Funklöcher zu schließen und der stark steigenden Nachfrage nach Mobilfunk und nach mobilen Datendiensten Rechnung zu tragen. „Denn der mobile Datenverkehr im Landkreis wächst jährlich um satte 30 Prozent.“ Dementsprechend erweitere man auch die Kapazitäten im Vodafone-Netz, indem neue Standorte für die Breitbandtechnologien LTE und 5G gebaut sowie zusätzliche LTE-Antennen und die 5G-Antennen an bestehenden Stationen installieren werden.

Vodafone hat einige Projekte in der Pipeline: Bis Ende 2023 plant der Anbieter insgesamt 17 Ausbauprojekte im Landkreis. So werden etwa in Mittenwald, Ettal und Unterammergau erstmals LTE-Antennen montiert. Zudem will Vodafone bestehende LTE-Stationen in Wallgau, Bad Kohlgrub, Eschenlohe, Garmisch-Partenkirchen und Grainau mit zusätzlichen LTE-Antennen ausstatten. Darüber hinaus hat Vodafone vor, an acht bestehenden Standorten erstmals die neue 5G-Technologie zu installieren. Dieser Schritt ist geplant für Mittenwald, Wallgau, Krün, Garmisch-Partenkirchen und Grainau.

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