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Künftig mit oder ohne Beleuchtung? Der Kirchturm von St. Agatha in Uffing. 

Gemeinderat diskutiert über Beleuchtung

Gehen am Uffinger Kirchturm bald die Lichter aus?

In hellem Licht erstrahlt der Uffinger Kirchturm in der Nacht. Der Gemeinderat stellt die Beleuchtung nun  zumindest zur Disposition. Dabei spielen die Kosten eine Rolle.

Uffing – Bislang erstrahlt der Uffinger Kirchturm nachts in hellem Licht. Doch soll das auch weiterhin der Fall sein? Das war die Frage, die den Gemeinderat in seiner Sitzung beschäftigte. Seit etwa 1985 wird der Turm der Uffinger Pfarrkirche St. Agatha beleuchtet. Die drei Scheinwerfer verursachen jährlich Stromkosten von 466 Euro, die den Gemeindsäckel belasten. Nun legte Bürgermeister Rupert Wintermeier (WGU) das Angebot einer Elektrofirma vor, die Strahler für knapp 5000 Euro auf LED-Technik umzurüsten. Die Stromkosten könnten somit auf nur 66 Euro pro Jahr gesenkt werden, rechnete der Rathauschef dem Gremium vor: „Nach 12,3 Jahren hätte sich diese Investition amortisiert.“

Er könne sich auch gar nicht mehr genau erinnern, wie seinerzeit die Beleuchtung des Gotteshauses zustande gekommen sei, erklärte Wintermeier weiter. Ratsmitglied Josef Popp (WGS) half ihm in diesem Punkt weiter: Ein Kreditinstitut habe seinerzeit die Strahler spendiert, „und wir nahmen an, dass es auch die Stromkosten übernehmen würde – aber dem war nicht so“. Jahrelang habe die Kirchenverwaltung die Kosten getragen und nach einer entsprechenden Vereinbarung seit 2015 die Gemeinde Uffing.

Michaela Mück (CSU/BL) verwies in diesem Zusammenhang auf das Energiesparkonzept der Kommune: „Ich frage mich, ob wir generell diese Beleuchtung brauchen. Am meisten sparen wir, wenn die Strahler nicht brennen.“ Auch Wintermeier ließ durchblicken, dass er mit diesem Standpunkt sympathisiert. Popp hingegen sprach sich für die Beleuchtung aus: „Schließlich ist dort der Mittelpunkt unseres Ortes, vielleicht können wir ja die Leuchtzeiten reduzieren.“

Gegen die LED-Umrüstung war Gisela Spensberger (WGU), die ebenfalls für kürzere Leuchtzeiten plädierte. Dem widersprach Michael Gretschmann (WGS): Wenn man die Lichter weiterbrennen lasse, „dann nehmen wir LED-Technik“, meinte er.

Einstimmig folgten schließlich alle Gemeinderäte Wintermeiers Vorschlag, dass die Verwaltung die genauen Brennzeiten der Scheinwerfer feststellen und die Meinung der Kirchenverwaltung zu dem Thema einholen solle: „Wir wollen wissen“, sagte der Bürgermeister, „ob diese die Beleuchtung des Kirchturms überhaupt haben möchte.“

Heino Herpen

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