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Der Eingang zum Rathaus: 2020 wird in Uffing ein neuer Bürgermeister gewählt. 

Kommunalwahlen 2020

Peter Merle will Bürgermeister werden

Das Rennen um die Nachfolge des Uffinger Rathauschefs Rupert Wintermeier ist eröffnet. Peter Merle wagt sich aus der Deckung und will für den Posten kandidieren.

Uffing – Peter Merle ist 48 Jahre alt. 2020, im Jahr der Kommunalwahlen, wird er 50. „Wenn ich jetzt mein Leben nicht ändere, wann dann“, fragt sich der Schöffauer. Merle ist freier Unternehmer, bei der Spatzenhauser Firma Geisslinger als Kraftfahrer tätig, zudem betreibt er biologische Landwirtschaft und auch Forstwirtschaft.

Peter Merle

Kommunalpolitische Erfahrung hat er zwar nicht. Dennoch will der Schöffauer 2020 in Uffing bei der Bürgermeisterwahl kandidieren. Er hat eine Mannschaft mit 18 Leuten (davon sieben Frauen) um sich geschart, mit der er eine eigene Liste bilden will. Einen Namen hat sie noch nicht, ein Termin für eine Aufstellungsversammlung ist ebenfalls noch nicht fix. Die Liste kann man ihm zufolge erst im März bei der Gemeindeverwaltung eintragen. Die 18 Mitstreiter kommen vorwiegend aus Uffing, es sind aber auch welche aus dem Ortsteil Schöffau dabei. Beruflich sind verschiedene Branchen vertreten. Die Mitglieder des Teams sind laut Merle zwischen 20 und 70 Jahren alt – damit ein Ansprechpartner für alle Altersklassen vorhanden sind.

„Wir wollen was bewegen“, betont Merle. Ideen gibt es schon, zum Beispiel für ein Seniorenhaus, „damit die Leute ihren Lebensabend im Ort verbringen können und nicht ins Heim nach Murnau müssen“. Je ein Pkw für die Feuerwehren in Schöffau und Uffing anzuschaffen, hält Merle ebenfalls für sinnvoll. Ein Wehr-Mitglied soll stets im Dienst sein und dieses Auto bekommen. Merle ist selbst Mitglied bei den Schöffauer Floriansjüngern, aber nicht mehr aktiv. Zudem ist er passives Mitglied bei den Schöffauer Schützen und Trachtlern. Merle ist verheiratet und Vater dreier Söhne (19, 24 und 26 Jahre alt).

Der amtierende Rathauschef Rupert Wintermeier (WGU) hatte unlängst angekündigt, dass er nicht mehr kandieren wird. Er wird im August 66 Jahre alt. Wintermeier ist hauptamtlicher Bürgermeister.

Merle traut sich den Spitzenposten zu. „Das ist eine ganz andere Richtung, das weiß ich. Aber das packe ich.“ Er ist schon bei Wintermeier gewesen. „Er hat mir erklärt, was man machen muss.“ Wintermeier sagt, er habe Merle mitgeteilt, „wie ein Tagesablauf ausschauen kann und für was ein Bürgermeister alles zuständig ist“. Der Rathauschef ist „sicher“, dass neben Merle noch mindestens ein anderer Kandidat antreten wird. Es kursieren laut Rathauschef immer wieder verschiedene Namen im Ort.

Roland Lory

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