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Am Uffinger Rathaus soll die Sanierungsaktion im Herbst losgehen. 

Projekt an der Murnauer Straße 

Sanierung der Kanäle und Wasserrohre in Uffing: Höhere Gebühren zu erwarten

Die Gemeinde Uffing steckt viel Geld in das Kanal- und Wassernetz. Das wird wohl früher oder später zu Gebührenerhöhungen führen.

Uffing – Viel von dem Geld, das Gemeinden aufwenden, sieht man gar nicht. Denn es wird für Abwasserkanäle, Trinkwasserleitungen oder den Breitbandausbau ausgegeben. In Uffing ist das nicht anders. „Wir graben einen Haufen Geld ein“, sagt Bürgermeister Rupert Wintermeier (WGU).

Das war 2018 schon so. An der Schöffauer Straße erneuerte die Kommune damals Kanalisation und Trinkwasserleitungen, zudem widmete man sich dem Breitbandausbau sowie der Straßenbeleuchtung. All das schlug mit rund einer halben Million Euro zu Buche. Das Staatliche Bauamt versah die Schöffauer Straße dann mit einem neuen Belag. Heuer nimmt sich die Gemeinde die Murnauer Straße vor. Dabei will sie Abwasserkanäle und Wasserleitungen austauschen. Der Gemeinderat hat jetzt den Auftrag für die Tiefbauarbeiten vergeben. Ein Unternehmen aus Huglfing bekam den Zuschlag. Die Firma hatte mit rund 1,2 Millionen Euro das günstigste Angebot abgegeben. Los gehen soll es im Herbst am Rathaus. 2020 wird die Maßnahme fortgesetzt. „Das Staatliche Bauamt weiß Bescheid, dass wir aufreißen“, sagt Wintermeier.

Die Notwendigkeit steht außer Frage. „Wir machen das nicht aus Jux und Tollerei“, betont der Bürgermeister und berichtet von großen Rohrbrüchen. „Es ist ständig was.“ Der Kanal ist rund 40 Jahre alt, schätzt der Rathauschef, die Wasserleitungen „wahrscheinlich noch älter“. Wer eins und eins zusammenzählt, kann sich denken, dass sich die Tiefbauprojekte in den nächsten Jahren auf die Gebühren auswirken werden. Hinzu kommt, dass der Trinkwasserhochbehälter am Sonnenstein saniert oder ganz erneuert werden soll. Die Renovierung des Brunnen 2 wurde bereits begonnen. Die Gemeinde wird aber auch abgesehen davon nicht umhin kommen, an der Gebührenschraube zu drehen. Denn unter anderem beim Abwasser und Wasser gibt es Unterdeckungen. Das Landratsamt hatte die Kasse und die Jahresrechnungen 2011 bis 2017 geprüft. Ergebnis: In puncto Abwasserentsorgung hatte die Kommune in diesem Zeitraum rund 220 000 Euro zu wenig verlangt, in Bezug auf das Trinkwasser waren es 240 000 Euro zu wenig.

Den Kubikmeterpreis hatte der Gemeinderat bereits im vergangenen Jahr um elf Cent auf 1,02 Euro erhöht. „Ein Schritt in die richtige Richtung, der aber nicht reicht.“ So lautete Wintermeier zufolge die Aussage der Prüfer. Der Gemeinderat gelobte Besserung. Man werde künftig auf eine höhere Kostendeckung achten.   

Roland Lory

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