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Auf diesem Gelände am Schöffauer Schachmoos soll die Freiflächen-Photovoltaikanlage entstehen.

Projekt im Zuge der Energiewende 

Solarpark in Schöffau rückt näher: Gemeinde Uffing bringt Bebauungsplan auf den Weg 

Die Planer eines Solarparks am Schöffauer Schachmoos haben einen wichtigen Meilenstein geschafft: Der Uffinger Gemeinderat befürwortete am Donnerstag einen Antrag der Firma Vispiron EPC auf Änderung des Flächennutzungsplanes und die Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens.

Schöffau – Im Januar 2018 hatte das Gremium dem Vorhaben, noch skeptisch gegenübergestanden und es mit neun zu fünf Stimmen abgelehnt. Inzwischen verkleinerte die Firma Vispiron EPC die ursprünglich wesentlich größer geplante Freiflächen-Photovoltaikanlage bei Schöffau auf 13 000 Quadratmeter, was die Entscheidung der Räte offensichtlich erleichterte.

„Um die rechtlichen Vorgaben prüfen zu können, ob das Projekt überhaupt möglich ist, ist ein planungsrechtliches Verfahren in Form eines Bebauungsplans nötig“, hatte Bürgermeister Rupert Wintermeier (WGU) der Diskussion am Donnerstag im Gemeinderat vorausgeschickt. Der Rathauschef betonte, dass man sich damit nichts vergebe: „Die Planungen bleiben in den Händen der Gemeinde. Es kann sich auch im Zuge des Verfahrens herausstellen, dass eine Verwirklichung gar nicht möglich ist.“ Bei den beiden öffentlichen Auslegungen der Pläne könnten sich alle Bürger sowie die Träger öffentlicher Belange daran beteiligen. „Und die Gemeinde kann darin ja auch eine Stellungnahme abgeben, denn wir sind ja auch beteiligt“, sagte Wintermeier. Robert Fischer (WGU) sah das ähnlich: „Der größte Teil der Schöffauer ist dafür, das Verfahren einzuleiten. Und nur wir können Größe und Ausmaß festlegen.“ Im gleichen Sinne äußerte sich Michaela Mück (CSU/Bürgerliste). 

Wenig Bedenken wegen der Sichtwirkung auf die Module hatte Dr. Thomas Hartmann (WGU), der allerdings die Frage aufwarf, ob denn wie bei der 45 000 Quadratmeter großen Photovoltaikanlage in Eschenlohe eine Blendstudie angefertigt werden müsse. „Das kommt darauf an, ob die Behörden diesen Nachweis verlangen“, entgegnete Wintermeier. 

Nicht umstimmen ließ sich Josef Popp (WGS) aus Schöffau in seiner Ablehnung des Projekts: „Das gehört da einfach nicht hin. Die Schuttdeponie war auch nie so groß wie die jetzt eingezeichnete Fläche“, beanstandete er. Denn Voraussetzung für die geplante Anlage ist, dass sie nur auf einer so genannten „Konversionsfläche“, also einer Auffüllungsfläche, installiert werden darf.

Popp zur Seite stand die Schöffauerin Regina Schuster (WGS). Mit deren beiden Gegenstimmen brachte das Gremium den Antrag auf Änderung des Flächennutzungsplans und somit auch den Bebauungsplan auf den Weg. Die Fläche am Schachmoos umfasst insgesamt rund 51 000 Quadratmeter und gehört den Stadtwerken Penzberg.

Die Sache wurde vor ein paar Wochen auch im Rahmen einer Info-Veranstaltung diskutiert. Die Meinungen gingen auseinander.

Heino Herpen

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