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An einen Lausbubenstreich glaubt Bürgermeisterkandidat Markus Igler nicht. 

Kommunalwahl 2020

Plakate abgerissen: Igler klagt über Vandalismus

Der Uffinger Bürgermeisterkandidat Markus Igler klagt über Vandalismus. Auch andere Gruppierungen haben Probleme mit abgerissenen Plakaten.

Uffing – Am Morgen vor seiner Kür zum Bürgermeister-Kandidaten fuhr Markus Igler noch einmal zur Kirche. In den vergangenen Wochen hatte er etwa 20 Mal St. Agatha in Uffing besucht. Schätzt er. Igler hat es nicht übertrieben mit den Stoßgebeten.

Es geht um wesentlich profanere Dinge: Ein Unbekannter reißt mit beängstigender Beständigkeit Iglers Plakate von der Anschlagtafel. Vor dem Gotteshaus haben er und seine Anhänger von „Wir für Uffing“ 20 Mal erneuert. Aber auch an anderen Orten fehlten die Ankündigungen für Iglers Aufstellungsversammlung. Die Aushänge an der Kirchtalstraße in der Nähe seines Hauses „waren innerhalb weniger Stunden weg“, erklärt der Polizist. Das Problem ist in Uffing zu Wahlkampfzeiten kein neues – aber ein extrem lästiges und hartnäckiges. Auch bei Landtags- und Bundestagswahlen habe er gemerkt, wie die Plakate verschwinden, sagt Wolfgang Mayr von der Uffinger CSU. „Vier, fünf Mal bin ich da am Nachkleben.“ Selbst Iglers politische Konkurrenten von der Wahlgemeinschaft Uffing (WGU) beklagen den Plakat-Vandalismus. Sprecher Josef Diepold scherzte beim Treffen der WGU, dass seine fleißigen Helfer doch einige Male öfters ausgerückt waren.

„Ich verstehe es einfach nicht“, sagt Igler. An einen blöden Lausbubenstreich glaubt der Quereinsteiger nicht mehr. Dafür schlagen der Unbekannte oder die Unbekannten zu oft zu. Eine konzertierte Aktion, die der Liste „Wir für Uffing“ schaden soll, schließt er ebenso aus. „Weil es beide Gruppierungen betrifft.“ Das Vorgehen der Vandalen lässt aber schon auf ein Muster schließen. Die Hinweis-Zettel in den Geschäftsräumen von Sparkasse und VR-Rank hängen noch. Videoüberwachung hat die Täter offenbar abgeschreckt. Anfangs klebte Igler seine Aushänge noch neben die Schaukästen der Gemeinde an der Hauptstraße. Als sie verschwanden, besorgte er sich den Schlüssel für einen Kasten. Das Plakat blieb.

„Unschön“ und „unfair“ findet Igler die Zerstörungswut. „Es kostet Geld, und ist unnötige Arbeitszeit.“ Bislang hat der Polizeibeamte noch keine rechtlichen Schritte unternommen. In den nächsten Wochen platzieren die Listen allerdings ihre Wahl-Werbung und -Plakate in ganz Uffing. Die Fotos dafür haben die Kandidaten von „Wir für Uffing“ bereits geschossen. Spaß habe das gemacht, betont Igler. Doch der Spaß dürfte recht schnell wieder weichen, sobald die Aushänge abgerissen werden oder verschwinden. Der Spitzenkandidat kündigt an: „Sollte es überhandnehmen, schalten wir die Polizei ein.“

Andreas Weiß, der dritte Bewerber um den Rathaus-Thron, lädt für Donnerstag, 12. Dezember, zu seiner Aufstellungsversammlung in den Gasthof Post. Vorsichtshalber ließ er einige Ankündigungsschreiben mehr drucken. Von anderen Veranstaltungen habe er gehört, dass regelmäßige die Aushänge verschwinden. Darauf hat sich Weiß vorbereitet. „Ich hab’ mir gedacht, ich fahr alle drei Tage die Runde ab und schau, ob sie noch da hängen.“

Andreas Mayr

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