Genügend Platz: das Gelände am Schachmoos, auf dem die Freiflächen-Photovoltaikanlage entstehen soll.
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Genügend Platz: das Gelände am Schachmoos, auf dem die Freiflächen-Photovoltaikanlage entstehen soll.

Geplante Anlage am Schachmoos bei Schöffau

Uffing plant Einstieg ins Solargeschäft: Auch Bürger sollen profitieren

Strom aus der Sonne zu erzeugen, ist nicht nur umweltfreundlich, sondern kann auch lukrativ sein. Die Gemeinde Uffing möchte sich daher an einer Photovoltaikanlage finanziell beteiligen, die eine Münchner Firma bei Schachmoos plant. Und auch die Bürger sollen davon profitieren.

Uffing/Schöffau – Die Gemeinde Uffing möchte zu einem Drittel an der geplanten Freiflächen-Photovoltaikanlage im Bereich des Schöffauer Schachmooses beteiligt werden. Diese Meinung überwog in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses, die wegen der Corona-Krise in der Turnhalle der Grundschule stattfand. Die Münchner Firma Vispiron hat bekanntlich vor, die Anlage zu errichten und zu betreiben.

Bürger sollen sich beteiligen können

„Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 750 000 Euro“, rechnete Bürgermeister Andreas Weiß (parteilos) dem Gremium vor. „250 000 Euro davon hätten wir zu tragen.“ 80 Prozent dieser Summe will der neue Rathauschef durch Fremdkapital, sprich mithilfe einer Finanzierung, aufbringen. Die restlichen 20 Prozent möchte er an die Bürger weitergeben: „Sie sollen sich direkt an der Anlage beteiligen können.“

Details fehlen noch

Die genauen Eckpunkte müssten noch erarbeitet werden, ebenso die Möglichkeiten der geplanten Bürgerbeteiligung, führte er weiter aus. Einen Beschluss fassen konnte der Ausschuss an dem Abend noch nicht: „Denn die Einladung für die Sitzung erfolgte zu einem Zeitpunkt, als noch nicht sicher war, ob wir einen beschließenden Ausschuss zusammenbekommen“, erklärte Weiß. Dies wird in der nächsten Sitzung des Gremiums am 18. Juni nachgeholt, bevor der Beschluss noch durch den Gemeinderat bestätigt werden muss.

Bauzeit von sechs Wochen

Die beiden anderen Gesellschafter, die ebenfalls 250 000 Euro in das Vorhaben einbringen, sind das besagte Münchner Unternehmen, das die Anlage errichten wird, und die Penzberger Stadtwerke als Grundeigentümer. „Wir haben einem Drittel der Bürger in der Gemeinde Gelegenheit gegeben, sich bei dem Projekt einzubringen und Gesellschafter zu werden“, sagte Vispiron-Geschäftsführer Florian Schönberger auf Tagblatt-Nachfrage. „Somit hat sie die Möglichkeit, die erwirtschafteten Gewinne an die Bürger weiterzugeben. Wie das genau in Schöffau gehandhabt wird, liegt jedoch nicht in unserer Hand. Es würde mich freuen, wenn das so zustande kommt.“ Baubeginn könnte sechs bis acht Wochen nach dem besagten Satzungsbeschluss sein. Die Bauzeit gibt Schönberger mit etwa sechs Wochen an.

Rund 3200 Module

Die Fläche für die Kollektoren beansprucht 12 040 Quadratmeter, das Gelände unterhalb der Module bleibt laut Vispiron im Wesentlichen unverändert. Ein Rückbau könnte jederzeit erfolgen. Insgesamt sollen 3204 Module auf 534 Modultischen montiert werden und dabei eine Höhe von rund drei Metern erreichen. Überdies sind die Errichtung einer Übergabe- und Trafostation (fünf mal auf drei Meter groß) und eines Batteriespeicherhäuschens (sechs mal auf drei Meter) auf dem Grundstück vorgesehen. Eine Beweidung des Geländes ist laut Schönberger möglich, so wie sie zum Beispiel an der 45 000 Quadratmeter großen Photovoltaik-Freiflächenanlage an der Autobahn 95 bei Eschenlohe betrieben wird. „Ein Schafhalter hat bereits Interesse gezeigt“, so der Geschäftsführer.

Anlage soll sich schonend einfügen

Die erste öffentliche Auslegung der Pläne für das Schöffauer Vorhaben war im Herbst 2019 erfolgt. Wesentliche Einwände gegen das Projekt wurden jedoch nicht vorgebracht. Die Regierung von Oberbayern fordert allerdings, dass die Anlage schonend in das Landschaftsbild eingefügt wird. Wie von Schönberger zu erfahren war, soll daher eine entsprechende Bepflanzung des Geländes erfolgen.

Heino Herpen

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