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Wasser-Reservoir: der Hochbehälter am Sonnenstein. Er wird in den nächsten Jahren saniert. 

Uffinger Haushaltsplan 2018 verabschiedet

Breitbandausbau geht ins Geld

Wie üblich kurz und schmerzlos haben die Uffinger Gemeinderäte den Haushalt verabschiedet. Viel Geld fließt heuer in das schnelle Internet. Auch ein neues Feuerwehrfahrzeug wird angeschafft.

Uffing – Die Gemeinde Uffing steht finanziell gut da. Die Schulden halten sich im Rahmen, Rücklagen sind vorhanden. So kann die Kommune auch heuer wieder investieren. Dickster Brocken im Haushalt 2018, den der Gemeinderat jetzt einstimmig und ohne Debatte verabschiedet hat, ist der Breitbandausbau in Uffing und im Ortsteil Schöffau. Er schlägt mit gut einer Million Euro zu Buche. Das klingt nach viel, doch die Gemeinde selber muss nur rund 200 000 Euro beisteuern. Den Löwenanteil schießt der Freistaat Bayern zu.

Ins Geld geht auch der Kauf eines zusätzlichen Feuerwehrfahrzeugs. „Das ist bestellt, das ist am Laufen“, sagt Bürgermeister Rupert Wintermeier (WGU). Das Gefährt soll über einen großen Wassertank verfügen und nicht nur in Uffing, sondern auch in umliegenden Orten zum Einsatz kommen. Zudem steht in diesem Jahr die erstmalige Herstellung der Flieder- und Rosenstraße an, ein Projekt, das heftig umkämpft ist. Anwohner kritisierten die gemeindliche Planung. Sie müssen den Großteil der anfallenden Kosten schultern. Eine größere Summe hat die Kommune darüber hinaus für die Beteiligung an der Netzgesellschaft namens Oberland Stromnetz GmbH & Co. KG mit Sitz in Murnau vorgesehen – ein Konstrukt, das das gesamte Stromnetz im Staffelsee-Gebiet kontrolliert. Neben dem Hauptort Murnau sind auch umliegende Dörfer wie Uffing mit im Boot. Und schließlich enthält der Etat dieser Gemeinde noch größere Beträge für Kanalsanierungen und neue Wasserleitungen.

Alles in allem umfasst das Zahlenwerk von Kämmerer Michael Benedikt rund 9,8 Millionen Euro. Nachdem im vergangenen Jahr an der Steuerschraube gedreht wurde, bleiben heuer die Sätze unangetastet. Eine Kreditaufnahme ist nicht vorgesehen.

Josef Popp (WGS), Vorsitzender des Finanzausschusses, sprach von einem „sehr soliden Haushalt. Es wird sehr sparsam gewirtschaftet“. Es gebe in der Gemeinde viele fleißige Gewerbetreibende, „so dass das Steueraufkommen sprudelt“. Neben dem Haushalt brachte der Gemeinderat noch den Finanzplan für die Jahre 2017 bis 2021 auf den Weg. Teure Projekte sind bereits in Planung. Zu nennen sind hier beispielsweise die Sanierung des Trinkwasserhochbehälters am Sonnenstein sowie des Brunnens 2. Das werden auch die Bürger zu spüren bekommen. „Der Wasserpreis wird angehoben werden müssen“, kündigte Wintermeier an. Schließlich müsse man auf diesem Gebiet kostendeckend arbeiten. Ferner fasst die Kommune ins Auge, demnächst im Ortskern ein neues Ärztehaus zu bauen. „Wir haben keine barrierefreie Arztpraxis“, sagt Wintermeier. „Bei jeder muss man über die Treppe rauf.“ Die Planung sei aber noch nicht ausgereift. Sollte das Projekt realisiert werden, wird es jedenfalls eine teure Maßnahme. Aktuell steht eine Summe von einer Million Euro im Raum. „Ob das langt, möchte ich bezweifeln.“ Denn man erwägt auch, eine Tiefgarage zu errichten. Und so etwas kommt teuer.

Roland Lory

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