Soll nach dem Umbau Wohlfühlatmosphäre ausstrahlen: der Murnauer Bahnhof. Foto: Herpen

Umbau des Bahnhofs: Im April geht's los

Murnau - Andreas Holzhey, Neu-Eigentümer des Murnauer Bahnhofs, will den Umbau zügig realisieren. Die Wiedereröffnung soll bereits im Herbst sein.

Holzhey hat ehrgeizige Ziele: Mit einem straffen Zeitplan will er heuer die Sanierung des historischen Gebäudes über die Bühne bringen. Bereits im April sollen die Handwerker anfangen, das Erdgeschoss komplett neu zu gestalten. Erste Vorarbeiten beginnen bereits diese Woche: Ab Donnerstag, 1. März, ist der Kiosk bis zum Abschluss des Umbaus geschlossen. Er muss ausgeräumt werden, bevor die eigentlichen Arbeiten beginnen können.

Bereits im Herbst soll alles fertig sein. Holzhey, der in Berlin als selbstständiger Verkehrsplaner tätig ist und seine familiären Wurzeln in Schongau hat, hat bei dem Mammutvorhaben am Staffelsee einen entscheidenden Vorteil: Die Umbaupläne liegen bereits genehmigt auf dem Tisch. Viel Zeit für bürokratische Abläufe geht nicht verloren. „Es ist natürlich einfacher, ein fertiges Konzept zu übernehmen. Die Pläne mussten nur etwas überarbeitet werden“, sagt der Investor. Inzwischen läuft die Ausschreibung für die einzelnen Bauabschnitte.

Zur Erinnerung: Holzhey kaufte vergangenes Jahr im Sommer die Immobilie von der Münchner Ideal Mobil AG. Diese hatte das Objekt wieder abstoßen müssen, weil die Finanzierung des Umbaus zu einem Bürgerbahnhof nach eigenen Angaben an den Banken gescheitert war. Im Gespräch war eine Kaufsumme in Höhe von rund 300 000 Euro. Die Sanierungskosten sind aufgrund der alten Bausubstanz weitaus höher und dürften sich im Bereich von etwa 800 000 Euro bewegen.

„Die Leute sollen sich in dem Bahnhof wohlfühlen“, erklärt Holzhey. Er will ein offenes Erdgeschoss schaffen - mit einem Warteraum, einem Reisezentrum mit Fahrkartenverkauf und einem Kiosk mit Bistro. Hinzu kommen öffentliche Toiletten, an deren Baukosten sich auch die Marktgemeinde beteiligen wird, und Sozialräume für das Personal der Deutschen Bahn AG. Diese und der Kioskbetreiber treten dann als Mieter auf. Die beiden Wohnungen im ersten Stock, die ebenfalls vermietet sind, bleiben laut Holzhey wie sie sind.

Sein Geschäftsmodell ist simpel: Mit den Einnahmen aus der Vermietung will er die Investitionskosten refinanzieren. „Wir werden nicht draufzahlen. Aber das wird keine Goldgrube“, stellt Holzhey klar. Eine Portion Idealismus sei schon dabei. (as)

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