Umleitung: Für die Arbeiten muss immer wieder eine Röhre gesperrt werden – so wie bereits im März 2012. foto: sehr-archiv

Umbau des Tunnels Farchant: Ab März geht’s weiter

Farchant - Die Autobahndirektion Südbayern hat die Aufträge für weitere Querschläge erneut vergeben.

Das Jahr 2012 lief nicht besonders gut für die Autobahndirektion Südbayern - zumindest, was ihre Pläne im Tunnel Farchant betraf. Wie berichtet, musste das Vorhaben, die Röhren um vier Querschläge zu erweitern und damit zu modernisieren, unterbrochen werden. Die beauftragte Firma konnte die notwendigen Statik-Unterlagen nicht vorlegen. Peinlich: Die Autobahndirektion war gezwungen, den Termin für die Arbeiten erst immer wieder zu verschieben und dann die Baustelle komplett abzuziehen. 2013 soll alles besser laufen. In etwa fünf Wochen gibt es einen zweiten Startschuss für das Großprojekt.

„Geplant ist, dass es Anfang März weitergeht“, sagt Autobahndirektions-Sprecher Josef Seebacher. Vorausgesetzt, dass bis zu diesem Zeitpunkt kein Schnee mehr liegt. „Wir können nur arbeiten, wenn der Winterdienst abgeschlossen ist“, erklärt er.

Die Aufträge für die Arbeiten sind Ende vergangener Woche neu vergeben worden. Und zwar in erweiterter Form. „Es ist alles ein bisschen anders ausgerichtet“, verdeutlicht Seebacher. Der ausführenden Firma werden weniger Freiheiten eingeräumt, das gewünschte Ergebnis sei ausführlicher und vor allem exakter vorgegeben. Die Autobahndirektion hat aus den Fehlern vom Vorjahr gelernt. Damals herrschte bis Mai Unklarheit darüber, ob die Bauarbeiten noch beginnen können oder nicht. Nachdem die beauftragte Firma die Statik-Unterlagen aber nicht vorlegen konnte, wurde ihr im letzten Schritt gekündigt. Dennoch steht die Autobahndirektion noch in engen Verhandlungen mit ihr. „Es geht darum, wer was zahlt“, erklärt Seebacher.

Insgesamt seien die ersten Kosten für das Projekt von 6,2 auf 6,5 Millionen Euro gestiegen - was aber nicht direkt mit dem Termin-Aufschub, sondern mit den Details des Auftrags zusammenhänge. Dieser sei mit der Vorgänger-Version „nicht vergleichbar“. Insgesamt müssen für die Modernisierung rund 13 Millionen Euro ausgegeben werden.

Wenig geändert hat sich dabei am grundsätzlichen Vorgehen, das von den Autofahrern starke Nerven erfordert. Schließlich wird während der Bauarbeiten meistens eine der beiden Tunnelröhren gesperrt sein. Und zwar in diesem und im nächsten Jahr jeweils zwischen März und November. In dieser Zeit sollen die beiden Röhren vier neue Querschläge und damit zusätzliche Rettungswege bekommen.

Außerdem geplant: eine frische Beschichtung für die Wände, barrierefreie Notfall-Buchten, der Austausch der veralteten Kabelschächte, Verbesserungen an den Markierungen, neue Technik für die Videoüberwachung und die Lautsprecher sowie das Fräsen von Längsrillen in die Fahrbahn, um die Griffigkeit zu erhöhen. Das alles soll bis Ende 2014 geschehen - wenn diesmal alles nach Plan läuft.

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