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Stück für Stück gehen die Erdarbeiten am Kraggenauer Weg voran.

Das passiert derzeit auf der Baustelle

Sportlicher Zeitplan für Umfahrung Saulgrub

Saulgrub - Die Umfahrung Saulgrub steht vor der nächsten Stufe: Der  Verkehr wird demnächst umgeleitet. Die ersten, aber erwarteten Schwierigkeiten bei den Erdarbeiten traten auch schon auf. 

Wenn es um die Umfahrung Saulgrub geht, wird der Zeitplan gern mit einem Wort umschrieben: sportlich. Schließlich soll die Trasse schon bis zum Jahresende fertiggestellt werden. „Es gibt noch viel zu tun“, sagt mit Dr. Hermann Streicher der zuständige Mitarbeiter vom Straßenbauamt in Weilheim. „Aber wenn es so weiterläuft, schaffen wir das.“

Das wird man auch in Berlin gern hören. Denn wie Saulgrubs Rathaus-Chef Rupert Speer kürzlich bei der Bürgerversammlung gesagt hat, geht Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt von diesem Fertigstellungstermin aus. Letzterer „stand so auch in der Ausschreibung“, sagt Streicher mit Blick auf die ausstehenden Straßenbauarbeiten am Ende der Bauzeit.

Derzeit geht es nach der Fertigstellung der Eisenbahnbrücke, der Einhausung und der Grundwanne darum, am Niveau zu arbeiten. Bagger tragen eine rund vier Meter hohe Kuppe ab, um den Weg für die neue Straße frei zu machen. Die Verantwortlichen konnten  im Vorfeld nicht ausschließen, dass es bei diesem Abschnitt zu Problemen mit dem Boden kommen wird. „Der Erdbau ist voll im Gange“, erklärt Streicher, „und bisher ist so schwierig und anspruchsvoll wie erwartet.“ Immer wieder stoße man auf Erdschichten, die zunächst extrem hart sind. Wenn sie dann aufgebaggert werden, werde das Material Streicher zufolge auch mal flüssig. Von den Stoffen werden Proben genommen. Schließlich gelte es zu klären, zu welcher Deponie der Aushub gebracht werden kann.

In wenigen Wochen, schätzt Streicher, steht bei dem Großprojekt die nächste Stufe an. Eine, die auch für die Allgemeinheit spürbar ist. Denn dann muss der Verkehr am südlichen Ortsausgang von Saulgrub umgeleitet werden, damit dort die Erdarbeiten weiterlaufen können. Die Behelfsumfahrung führe dann rechts an der eigentlichen Baustelle vorbei.

Streicher gibt sich ob des Fortschritts zuversichtlich, hofft auf passende Wetterbedingungen in den nächsten Monaten. „Es geht darum, den Verkehr zu schnell wie möglich auf die Umfahrungsstraße zu bringen. Denn mit jedem Tag ist er eher aus dem Dorf raus.“

Für Bürgermeister Speer steht nichts weniger als „ein neues Zeitalter für Saulgrub“ an. Ohne Abgase und Lärm und, wie eine Verkehrszählung vor einiger Zeit ergab, über 10 000 Fahrzeugen an nur einem Tag.

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