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Sieben Hände für einen historischen Moment: (v. l.) Saulgrubs Bürgermeister Rupert Speer, Innenstaatssekretär Gerhard Eck, Bundestagsabgeordneter und CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt, Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, Landrat Harald Kühn, Landtagsabgeordneter Florian Streibl und Saulgrubs Zweiter Bürgermeister Josef Gratz.

Umfahrung Saulgrub: Licht am Ende des Tunnels

Saulgrub - Ein halbes Jahrhundert hat die Gemeinde Saulgrub auf die Realisierung ihrer Ortsumfahrung gewartet. Jetzt endlich ist Licht am Ende des Tunnes zu erkennen.

Manch’ einer mag vielleicht schon mit dem früher durchaus üblichen „Blauen Montag“ gerechnet haben, doch letztlich lief doch alles in geordneten Bahnen: Um 12.16 Uhr, gut eine Viertelstunde später als vorgesehen, traf Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) mit Gefolge am Kraggenauer Weg ein, um dort seines Amtes zu walten – offizielle Baufreigabe für den zweiten Teil der Ortsumfahrung für Saulgrub (Landkreis Garmisch-Partenkirchen). Statt Spatenstich ertönte nach siebenhändigem Knopfdruck der Politprominenz eine Sirene. Die weitum verkünden sollte: Es wird weitergebaut.

Ramsauer bewertete die 23 Millionen Euro für Saulgrub als „gut angelegtes Geld“. Letztlich habe man aus zusätzlichen 1,75 Milliarden Euro aus dem Bundesetat den Betrag für den zweiten Bauabschnitt abzwacken können, zumal diese Ortsumfahrung „eine überschaubare Maßnahme“ sei.

Als wichtigen Moment für die Region und historischen Tag für Saulgrub bezeichnete Landrat Harald Kühn (CSU) den Startschuss für die Vollendung der Ortsumfahrung, und fühlte sich bestätigt, „dass wir hier immer am Ball geblieben sind“.  Freudestrahlend übernahm Erster Bürgermeister Rupert Speer den Part des Schlussredners. Viele Mosaiksteine hätten sich zusammengefügt, „dass wir heute dieses historische Ereignis feiern dürfen“, und wagte einen Ausblick auf die Zeit, wenn der Durchgangsverkehr „mal draußen“ ist: „Das wird für uns alle ein ganz neues und schönes Gefühl sein.“

Ludwig Hutter

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