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Modernisierung erforderlich: Im Seniorenheim Phönix stehen Umbauarbeiten auf der Agenda.

Senioren-Betreuung in Mittenwald

Phönix vor Generalsanierung

Mittenwald - Das Alten- und Pflegeheim Phönix-Haus Karwendel steht wohl vor dem größten Umbau seiner Geschichte. Grund hierfür ist das neue Pflege- und Wohnqualitätsgesetz.

Vor fast 24 Jahren wurde aus dem ehemaligen Alpenhotel Erdt im Herzen von Mittenwald eine Institution für Senioren und Pflegebedürftige. 1991 kauften Günter H. Dietz und seine Söhne Norbert und Jürgen das Gebäude. 1992 wurde es dann das dritte Pflegeheim der Firma Phönix, die zur Korian-Gruppe zählt. Über 60 ältere Mitbürger nutzen momentan das Angebot der vollstationären Dauer-, Kurzzeit-, Verhinderungs- sowie Urlaubspflege. „Eine Einrichtung mit sehr gutem Ruf“, urteilt Bürgermeister Adolf Hornsteiner (CSU), der sich mit den Betreibern „in regem Austausch“ befindet.

Das Problem: Das Gebäude steht im Grunde noch ziemlich genauso da wie im Jahr 1991. „Nur kleinere Umbau-Maßnahmen“ seien seither im Haus vorgenommen worden, wie Heimleiterin Rita Eghi dem Tagblatt bestätigt. Um einer neuen Verordnung des Gesetzes zur Regelung der Pflege-, Betreuungs- und Wohnqualität im Alter und Behinderung, die 2017 in Kraft treten soll, gerecht zu werden, muss das Altersheim in nächster Zeit generalsaniert werden. Dem Vernehmen nach geht es dabei unter anderem um Brandschutz-Fragen.

Offiziell werden bauliche und personelle Mindestanforderungen ins Feld geführt: „Es könnte sein, dass es beispielsweise bald keine Doppelzimmer mehr gibt, sondern nur mehr Einzelzimmer“, teilt der Unternehmenssprecher der Firma Phönix, Oliver von Westphalen, mit. Genauere Details seien auch ihm noch nicht bekannt. Die neue Verordnung soll „sehr lang und ausführlich“ sein – allerdings noch nicht für die Öffentlichkeit ersichtlich. Fest steht nur, dass die Korian-Gruppe als Trägerin für die Umbaukosten aufkommen werde, wie Westphalen bestätigt. „Von welcher Summe wir hier reden, muss abgewartet werden“, erklärt er. Insider gehen aber mindestens von einer sehr hohen sechstelligen Summe aus. Gleichzeitig lässt Westphalen keinen Zweifel daran, dass man am Standort Mittenwald festhalten wolle.

„Die Heimleitung, der Träger sowie die Heimaufsicht vom Landratsamt werden bald an einem runden Tisch zusammenkommen“, versichert Heimleiterin Eghi. Dann soll das Haus besichtigt und die markanten Bereiche, die nicht mehr mit der Neuverordnung übereinstimmen, erfasst und dementsprechend umgebaut werden. „Dann stellt sich heraus, wo Sondergenehmigungen erteilt, welche Konzepte erarbeitet und welche Umbau-Maßnahmen letztlich gemacht werden müssen.“

Die letzte Verordnung zur Ausführung des Pflege und Wohnqualitätsgesetzes stammt vom 27. Juli 2011 und wurde nun von der bayerischen Staatsregierung überholt – eine Herausforderung für das Phönix. Josef Hornsteiner

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