Feierstunde im Europäischen Parlament: (v. l.) Angelika Niebler, Hans Steinbrecher, Walter Glas und Ursula Männle. foto: fkn

Unermüdlicher Einsatz

München/Garmisch-Partenkirchen - Hans Steinbrecher hat von der CSU-Europaabgeordneten Angelika Niebler die Europamedaille bekommen. Damit wurde das vielfältige Engagement des Garmisch-Partenkirchners ausgezeichnet.

Hans Steinbrecher hat die Europamedaille verliehen bekommen. Stellvertretend für die rund 3,7 Millionen Ehrenamtlichen in Bayern zeichnete CSU-Europaabgeordnete Angelika Niebler zusammen mit Landtagsabgeordneter Ursula Männle anlässlich des diesjährigen Europäischen Jahres der Freiwilligentätigkeit ihn und sieben weitere engagierte Bürger aus. Die Verleihung fand im Europäischen Parlament in München statt.

„Die Leute handeln aus tiefer Überzeugung und arbeiten im Stillen und ich möchte ihnen Gehör verschaffen“, sagte Niebler. Einer dieser Menschen ist Hans Steinbrecher aus Garmisch-Partenkirchen. Der 47-Jährige engagiert sich in vielfältiger Weise beim Bayerischen Roten Kreuz (BRK) und der Freiwilligen Feuerwehr. Vom Kriseninterventionsdienst über die Schnelleinsatztruppe für gefährliche Güter bis hin zu Hilfstransporten nach Rumänien, Montenegro, an die ukrainische Grenze und Polen leistet er unermüdlichen Einsatz.

„Winter wie Sommer fuhr man dorthin, um Kinderkrankenhäuser und Altenheime zu unterstützen“, sagte Walter Glas in seiner Laudatio über Steinbrecher. Dieser ist Leiter des Rettungsdiensts beim Kreisverband Garmisch-Partenkirchen und maßgebliche Kraft bei den jährlich rund 120 Helfer-vor-Ort-Diensten in Grainau.

„Entweder ich mach’s gern oder gar nicht. Und außerdem muss es einen Sinn haben und anderen helfen“, sagte Steinbrecher. „Wenn man die humanitären Hilfen selber in die Krisenregionen bringt, dann weiß man, dass die Hilfe wirklich angekommen ist.“

Bei der Reise nach Weißrussland waren bei härtesten Winterbedingungen große Strecken zu bewältigen. „Aber als wir den Tschernobyl-Kindern, manche ohne Augen und Münder, unsere Unterstützungsgüter brachten, wussten wir wofür wir die Strapazen auf uns genommen hatten“, schilderte er immer noch bewegt.

Seine Frau Sabine unterstützt ihn in seinem Engagement. Dieses hat Einfluss auf die ganze Familie. „Man kann sich da gar nicht dagegen stellen, man wächst da mit der Zeit selber mit rein, so dass unser 17-jähriger Sohn bereits in die Fußstapfen des Vaters tritt.“

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