Bei einem Zusammenstoß zwischen Zug und Auto wurde wie durch ein Wunder niemand verletzt.
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Unfall auf B23

Auto bleibt auf Bahnübergang stehen und wird von Zug erfasst

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Was für eine Horror-Vorstellung: Ein Zug nähert sich einem Bahnübergang - da erkennt der Lokführer, dass auf den Gleisen ein Auto steht. Genau das ist am Samstag zwischen Grainau und Griesen passiert.

Grainau - An einem unbeschrankten Bahnübergang an einem Feldweg zwischen Grainau und Griesen ist es am Samstag zu einem schweren Unfall gekommen, bei dem wohl nur durch die Geistesgegenwart des Lokführers Schlimmstes verhindert wurde. 

Wie die Polizei am Samstag berichtete, war der Zug gerade auf dem Weg von Reutte in Richtung Garmisch-Partenkirchen. Als sich die Bahn dem unbeschrankten Übergang der B23 näherte, erkannte der Lokführer (27), dass dort etwas ganz und gar nicht stimmte. Denn ein Auto, das zuvor noch vor den Gleisen angehalten hatte, rollte plötzlich auf eben diese und blieb mitten darauf stehen. Der 27-Jährige reagierte sofort und gab akustische Signale. Daraufhin rollte der Wagen zwar etwas zurück - doch die Front des Autos ragte immer noch in den Gleisbereich. Der junge Triebwagenführer leitete eine Notbremsung ein, doch einen Zusammenstoß zwischen Zug und Auto konnte er dadurch nicht mehr verhindern.

Da die Lage anfangs nicht ganz klar war, eilte ein Großaufgebot an Rettern samt zweier Rettungshubschrauber zum Unglücksort - und dort bat sich ihnen zunächst auch ein erschreckendes Bild: Der Aufprall zwischen Zug und Auto war nämlich so heftig, dass der Wagen im vorderen Bereich total beschädigt worden war. Unglaublich ist daher, dass der 57 Jahre alte Autofahrer aus München nach ersten Informationen unverletzt blieb und lediglich einen Schock erlitt. Gute Nachrichten gab es auch aus dem Zug: Die 20 Fahrgäste sowie die Bahn-Mitarbeiter kamen ebenfalls ohne Verletzungen davon, allerdings erlitt eine Passagierin aus Österreich einen Schock und wurde - genauso wie der Autofahrer - in ein Krankenhaus gebracht.

Feuerwehrleute bargen die restlichen Fahrgäste aus dem Zug. Der Triebwagen wurde bei dem Unfall zwar beschädigt, konnte aber noch zum Bahnhof Garmisch-Partenkirchen gefahren werden. 

Wegen des Unfalls war die Zugstrecke zwischen Garmisch-Partenkirchen und Reutte drei Stunden gesperrt, die B23 konnte nach der ersten Unfallaufnahme einseitig befahren werden.

mes

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