Eine leere Baugrube: Hier soll das neue neue UKM-Bettenhaus entstehen. Foto: Kolb

Unfallklinik: Großbaustelle in der Warteschleife

Murnau - Es geht einfach nicht voran. Bereits seit März passiert auf der Großbaustelle an der Unfallklinik Murnau rein gar nichts. Die Erweiterung Ost ist über den gesamten Sommer nicht weitergekommen.

Nun hofft Karl-Heinz Kaufmann, der stellvertretende Geschäftsführer des Trägerverein, dass in dieser Woche zumindest klar wird, wann endlich die Bauarbeiter anrücken.

Der Grund für den Stillstand ist die Verzögerung bei der Vergabe: Der Auftrag, bei dem es immerhin um zehn Millionen Euro geht, musste europaweit ausgeschrieben werden. Nach der Entscheidung für einen Bieter wurde dessen Name vorschriftsgemäß veröffentlicht. Ein Konkurrent, der sich ebenfalls um den Auftrag beworben hatte und nicht den Zuschlag erhielt, ließ daraufhin die Vergabe prüfen. „Das ist sein Recht“, betont Kaufmann.

Dies kostete die Klinik viel Zeit. Denn solange die Prüfung läuft, darf mit den Arbeiten nicht angefangen werden. Die Vergabekammer Südbayern hat mittlerweile bestätigt, dass alles in Ordnung war. „Das ist abgeschlossen“, bestätigt Kaufmann. Damit ist die „große Verzögerung“ aber noch nicht am Ende.

Die Bagger rollen nicht sofort an. Denn nun gehen auch für das beauftragte Unternehmen die zeitlichen Planungen erst wieder los - die Auftragslage ist derzeit gut, es muss erst einmal ein neuer zeitlicher Rahmen gefunden, wann die Arbeiten losgehen können. „Da befinde ich mich mit der Firma in Abstimmung“, sagt Kaufmann. Er hofft, dass in dieser Woche Klarheit herrscht. Ihm ist aber auch bewusst, dass das Wetter heuer nicht mehr monatelang mitspielen wird. Trotzdem soll das Mammut-Projekt bereits in der ersten ersten Hälfte des Jahres 2014 abgeschlossen sein. Ob sich durch die Verzögerung auch finanzielle Probleme ergeben, kann Kaufmann noch nicht genau sagen. „Das gehört auch zu der Abstimmung dazu“, die er gerade mit der Firma führt. Prinzipiell hätte der Bieter aber „zu den ursprünglichen Kosten zu stehen“.

Bei dem Auftrag geht es um die Baumeisterarbeiten - die umfassen den Rohbau des neuen Gebäudes und die Betonarbeiten auf den verschiedenen Ebenen. Im Zuge des Projekts Erweiterung Ost soll ein sechsgeschossiges Bettenhaus sowie ein zweigeschossiges Parkhaus mit 220 Stellplätzen entstehen. Außerdem sind unter anderem ein Verbindungsgang und ein Hörsaal geplant. Die gesamten Kosten für den Ausbau belaufen sich derzeit auf rund 74 Millionen Euro. (kma)

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