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Besondere Atmosphäre herrscht bei der italienischen Nacht am Unterammergauer Dorfplatz. 

Gemeinschaftsleistung für den Genuss am Dorfplatz

100 Helfer organisieren italienische Nacht in Unterammergau 

Es heißt Daumen drücken für die elfte Auflage der italienischen Nacht in Unterammergau am Samstag, 15. Juli. Gutes Wetter würde den beliebten Abend noch schöner machen. Für sein Gelingen sind 100 Helfer auf den Beinen.

Unterammergau – Ein Glaserl Wein, feines Essen und Gespräche in lauschiger Atmosphäre – ein bisschen Dolce Vita, das süße Leben, halt. Das ist alle zwei Jahre das Erfolgsrezept für die italienische Nacht in Unterammergau. Die hat mittlerweile eine lange Geschichte, denn am Samstag, 15. Juli, wird bereits die elfte Auflage gefeiert. Begonnen hat alles vor 22 Jahren. „Damals hatte Markus Leismüller die Idee dazu“, erinnert sich Anton Noll. Der Vorsitzende der FUZ (Für Unterammergaus Zukunft) ist von Anfang an mit dabei gewesen. Zunächst war der Abend noch etwas kleiner, von Mal zu Mal kamen gute Ergänzungen dazu. Wie zum Beispiel ein Zelt für die Bar, an der jede italienische Nacht endet – meist im Morgengrauen. „So eine Nacht ist lang“, sagt Noll und lacht. Und beliebt. Bis zu 1000 Gäste – viele davon aus dem Ammertal, treue Urlaubsgäste und natürlich Unterammergauer – kommen auf den Dorfplatz. „Wir bauen 140 Biergarnituren auf.“ Genauso wie Stände und Zelte, hinzu kommen Fahnen und Deko. Hergerichtet wird am heutigen Freitag und am morgigen Samstag schon ab 9 Uhr. Bis zum späten Nachmittag muss alles fertig sein. „Um 18 Uhr ist der offizielle Beginn.“

300 Liter Rot- und 300 Liter Weißwein

Dann stehen rund 300 Liter Rot- und noch einmal so viel Weißwein genauso wie Prosecco und fünf Hektoliter Bier bereit. Der Gasthof Stern, auf dessen Vorplatz die italienische Nacht stattfindet, schenkt zudem Weißbier aus und bietet Pizza sowie Nudeln an. An den Ständen der FUZ gibt es Scampis, Tomaten mit Mozzarella und Bruschetta. Dafür stehen die Mitglieder stundenlang in der Küche. Wer was macht, „das hat schon ein bisschen Tradition“. Zum Beispiel sei klar, welche Familien für den Tiramisu zuständig sind. Ein Vorteil ist, dass sich Abläufe und Organisation schon eingespielt haben.

Bis zu 100 Helfer sind auf den Beinen, um eine perfekte italienische Nacht zu gestalten. Etwa 75 sind Mitglieder aus den FUZ-Reihen, der Rest Freiwillige, die angefragt werden. Am Abend selbst braucht es zum Beispiel ein Team, das die Tische abräumt und das Abspülen organisiert.

Nach dem Fest wird gespendet

Zurecht ist die politische Gruppierung ein bisschen stolz auf das, was sie in den vergangenen zwei Jahrzehnten geschaffen hat. Wie aus einer Idee eine feste Institution im Ammertal geworden ist. Eine, von der auch andere im Dorf profitieren – weil nach dem Fest gespendet wird.

Die Bergwacht wurde schon bedacht, genauso wie der Trachtenverein. Heuer dürfen sich die Feuerwehr und die Spielplatz-Initiative über Unterstützung freuen. Auf diese Weise kommt dem besonderen Fest eine weitere Bedeutung zu.

Davon, wie schön es wird, ist immer auch das Wetter abhängig. Am besten wäre natürlich eine warme Sommernacht. Unvergessen ist das schwere Gewitter, das Mitte der 2000er Jahre dafür gesorgt hat, dass alle in den Gasthof Stern flüchten mussten. „Da war das Fest um 21 Uhr beendet“, erinnert sich Noll. Und hofft, dass das eine einmalige Ausnahme bleibt.

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