Keinen Moment der Unachtsamkeit erlaubt der schmale, zum Teil ausgesetzte Steig vom Pürschling zum Zahn, wo sich das Bergunglück ereignete.
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Keinen Moment der Unachtsamkeit erlaubt der schmale, zum Teil ausgesetzte Steig vom Pürschling zum Zahn, wo sich das Bergunglück ereignete.

In den Ammergauer Alpen

Tragisches Unglück am Pürschling: Wanderin hört seltsames Geräusch - dann sieht sie ihren Mann in den Tod stürzen

Ein trauriges Ende nahm am Mittwoch eine Bergtour im Ammergebirge. Vor den Augen seiner Frau stürzte ein Wanderer am Pürschling in den Tod.

Unterammergau – Es ist gerade eine Woche her, dass es in den Ammergauer Alpen einen Bergtoten zu beklagen gab: Ein 72-jähriger Urlauber aus dem Main-Taunus-Kreis war vor den Augen seiner Familie am Laber abgestürzt. Jetzt musste die Bergwacht erneut ausrücken und konnte im Pürschlinggebiet einen 74-jährigen Wanderer nur noch tot bergen. Auch hier musste die Ehefrau den Absturz ihres Mannes mit ansehen.

Pürschling/Ammergauer Alpen: Ehefrau hört Geräusch - dann sieht sie ihren Mann in den Tod stürzen

Mit der Bergbahn war das Ehepaar aus dem Landkreis Landsberg am Mittwoch von Oberammergau aus zum Kolbensattel gefahren und dann zum Pürschlinghaus weitergewandert. Nach einer Brotzeit machten sich die Wanderer auf den Weg über den Sonnenberggrat Richtung Zahn (1619 m). Hier handelt es sich um eine beliebte Tour, die jedoch an einigen ausgesetzten Stellen Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordert. Es gibt drahtseilgesicherte Passagen und kurze einfache Kletterstellen.

Die Ehefrau (67) ging auf dem schmalen Steig vor ihrem Mann. Plötzlich hörte sie hinter sich ein Geräusch. Sie drehte sich um und musste mit ansehen, wie der 74-Jährige abrutschte. Offensichtlich war er laut Angaben der Polizei aus dem Tritt gekommen und hatte dann das Gleichgewicht verloren. Er konnte sich nicht mehr festhalten, stürzte etwa 100 Meter über steiles, felsdurchsetztes Gelände ab und zog sich dabei tödliche Verletzungen zu. 

Ammergauer Alpen: Wanderer stürzt am Pürschling ab - Ehefrau erleidet Schock

Die Ehefrau setzte sofort einen Notruf ab, jedoch konnte der Notarzt, den ein Rettungshubschrauber an der Absturzstelle absetzte, nur noch den Tod des Mannes feststellen. Die Bergung des Leichnams aus dem steilen Gelände erfolgte mittels Winde durch den Polizeihubschrauber Edelweiß 2, zwei Mitgliedern der alpinen Einsatzgruppe der Polizei sowie Kameraden der Bergwacht Unterammergau. Diese begleiteten auch die Ehefrau ins Tal, wo sie dann vom Kriseninterventionste am Berg weiter betreut wurde.

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