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Verkündete die alles andere als erfreuliche Botschaft: Bürgermeister Michael Gansler. 

Dabei hätte das Projekt schon starten sollen

Böse Überraschung für Unterammergau

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Das hatte niemand kommen sehen: Der Kommunale Wohnungsbau in Unterammergau verursacht Mehrkosten von 70.000 Euro, verursacht durch den Untergrund.

Unterammergau – Bereits im November sollten die Erdarbeiten starten, ein Baubeginn war dann für das Frühjahr 2018 anvisiert: Doch diese Pläne für das neu zu errichtende Mehrfamilienhaus der Gemeinde Unterammergau in der Breitenau (Neubaugebiet am Lachenbach) mussten bald ad acta gelegt werden. Grund ist der instabile, teils morastige Boden, der nun für die Kommune zu einem (unerwarteten) Klotz am Bein wird . . .

In der Oktober-Sitzung 2017 hatte der Gemeinderat mit 10:1-Stimmen (dagegen: Robert Stumpfecker/FUZ) beschlossen, im Rahmen des kommunalen Wohnungsbaus an der Breitenau 15 ein Mehrfamilienhaus ohne Keller für sechs Parteien zu errichten, „um neuen bezahlbaren Wohnraum zu schaffen“. Die Gesamtkosten für das Vorhaben sind auf 1,65 Millionen Euro veranschlagt, wobei sich die finanzielle Förderung des Staates auf 495 000 Euro beläuft – verbleiben für die Gemeinde 1,16 Millionen Euro. Im Rahmen der weiteren Planungen durch das Oberammergauer Architekturbüro Höldrich stellte sich heraus, dass aufgrund des labilen Untergrunds Gründungsarbeiten notwendig sind. Eine Bodengrunduntersuchung der Firma Geomechnig in Schondorf hatte dies ergeben.

In der Sitzung am Donnerstagabend vergab nun der Gemeinderat den Auftrag für die Arbeiten, die mit einem stolzen Betrag zu Buche schlagen – 69 920,83 Euro brutto. Unter vier Angeboten hat die Firma Strommer aus Schongau das preisgünstigste Gebot abgegeben. Auf den Verweis von Peter Speer (Freie Wähler), die Angelegenheit näher zu erläutern, führte Bürgermeister Michael Gansler (FDU) unter anderem aus: Das Gutachten der Bodenuntersuchung habe ergeben, dass in einer Ecke des neu zu bauenden Gebäudes Setzungen im Bereich zwischen vier und 20 Zentimetern zu erwarten seien. „Der Statiker verlangt nun eine Pfahlgründung“, so Gansler.

Zu dieser alles andere als erfreulichen Kunde machte Michael Buchwieser (Freie Wähler) eine klare Ansage: „Ein Privatmann würde bei so was sofort umplanen.“ Der Bürgermeister erwiderte, dass ein Verschieben das Hauses nicht möglich sei, da dann von den zwei Grundstücken nur noch eine kleine Restfläche übrig bliebe. Michael Spicker (FUZ) richtete die Frage an Gansler, ob „die alten Baustellen“ mit dem zum Zug gekommenen Bieter schon abgeschlossen seien. Dazu bemerkte der Rathauschef, dass es sich bei dem Bieterverfahren um eine öffentliche Ausschreibung gehandelt habe, wozu jede Firma, die ihre Berechtigung nachweisen könne, zugelassen werden müsse. Mit einer Gegenstimme (Buchwieser) vergab das Gremium schließlich den Auftrag für die Gründungsarbeiten an die Firma Strommer. Mit der Maßnahme soll Ende Februar/Anfang März begonnen werden. Einstimmig erteilte der Gemeinderat dann noch den Auftrag für die Erdarbeiten an die Firma Storf in Eglfing, die ein Brutto-Angebot von 28 025,10 Euro abgegeben hat.

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