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Zott-Projekt in Unterammergau: „Eine Vision wird Wirklichkeit“

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Von: Ludwig Hutter

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Idylle im Weiherfeld: Zwei der drei Gebäude, die Christian Zott in seiner Heimatgemeinde realisiert hat. © Hutter

Es ist angerichtet: Am Samstag eröffnet Christian Zott in Unterammergau sein Ensemble im Weiherfeld. Und viele Menschen sprechen darüber.

Unterammergau – Jahrelang herrschte totale Ruhe um die Pläne von Christian Zott, Gründer der weltweit tätigen Unternehmensberatung mSE Solutions. Zehn Jahre lang blieb das von ihm erworbene, 15 000 Quadratmeter große Grundstück im Weiherfeld östlich von Unterammergau verwaist und unbebaut. Plötzlich dann, im Frühjahr 2018, kam Bewegung in die Angelegenheit. Inzwischen, nach nur 19 Monaten Bauzeit, sind die Projekte des 59-Jährigen in aller Munde – über die Region hinaus und mit kontroverser Bewertung. Die einen empfinden das Ensemble innovativ, gelungen und wertschöpfend, für die anderen leidet der ländliche Charakter – sie beklagen eine Verschwendung wertvoller Flächen direkt am Rande des Naturschutzgebiets Pulvermoos. Keine Frage: Zott erregt die Gemüter.

An diesem Samstag wird erst einmal gefeiert – ab 11 Uhr mit 500 geladenen Gästen. In Betrieb gehen das Restaurant Hieronymus, das Boutique-Hotel Lartor und mSE Campus mit Kunsthalle, Biergarten und Skulpturengarten. Für Christian Zott „wird endlich eine Vision Wirklichkeit!“ Das Ziel sei erreicht, einen Raum zu schaffen, „wo sich Wirtschaft, Kunst und Kulinarik gegenseitig befruchten, und der die Menschen aus dem Ammertal ebenso anspricht wie Gäste aus aller Welt“. Gelegenheit zur intensiven Begutachtung der Anlage bietet sich der Bevölkerung Unterammergaus und Interessierten aus der Region bei einem Tag der offenen Tür am Sonntag von 11 bis 16 Uhr.

Eine Millionensumme investiert

Nicht nur der dreiteilige Gebäudekomplex sorgt für Gesprächsstoff. Mächtig Staub wirbelte auch die Planung eines Chalet-Dorfes mit 16 Gebäuden direkt unterhalb auf, das vom örtlichen Gemeinderat einstimmig befürwortet wird. Und schließlich geriet noch eine weitere Aktion in den öffentlichen Fokus: Am Gelände wurde diese Woche ein 32 Meter hoher, begehbarer Turm aus Stahlplatten (eine Raum- und Klangskulptur, genannt „Sichtung“) errichtet – vorerst für die Dauer von drei Monaten mit Option auf Verlängerung um weitere drei Monate.

In einer Pressemitteilung, die gestern versandt wurde, heißt es, dass das Unternehmen Zotts „eine Millionensumme“ in das spektakuläre Großprojekt Weiherfeld investiert hat. Florian Hoffrohne, Geschäftsführer der Ammergauer Alpen, bewertet die Investition „grundsätzlich als gute Sache“. Solch’ ein touristisches Angebot – Hoffrohne meint die Chalets – sei in der ganzen Region einzigartig und garantiere eine hohe Wertschöpfung. Es stärke das Übernachtungsangebot im Tal. Der Touristiker: „Auch durch das Hotel werden ganz neue Gäste hierher kommen, die wir bisher nicht gehabt haben und die ihr Geld hier lassen.“

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