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Fast täglich sieht Peter Höldrich auf der Baustelle nach dem Rechten und ist so direkter Ansprechpartner für die Handwerker.

Umbau der Unterammergauer Traditionswirtschaft: Besitzer spürt großes Interesse bei der Bevölkerung 

Gasthof Stern: Eröffnungstermin rückt näher

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Einen Grund zum Feiern könnten die Unterammergauer im Juli haben: Dann vielleicht wird ihr Stern wieder leuchten . . .

Unterammergau – Viele Einheimische haben die Ankündigung von Tiziana und Peter Höldrich, die neuen Besitzer des Gasthofs Stern in Unterammergau, mit ungläubiger Miene aufgenommen. Man wolle versuchen, die Traditionswirtschaft im Herzen des Dorfes bis Mai 2018 wieder aufzumachen, erklärten die beiden Oberammergauer – im Januar. Nun, diesen Zeitpunkt haben die Höldrichs nicht halten können. Was auch angesichts der Komplettsanierung des Gebäudes stark verwundert hätte. Mittlerweile sind die Arbeiten allerdings so weit fortgeschritten, dass es tatsächlich realistisch erscheint, „die zweite Juli-Hälfte als Eröffnungstermin anzustreben“, so Peter Höldrich.

Täglich, wenn er auf der Baustelle ist, spürt der Architekt das Interesse der Bevölkerung an dem Projekt: „Immer wieder bleiben die Leute stehen, wünschen mir viel Glück und dass sie sich freuen, wenn der Stern wieder öffnet.“ Dass etwas passiert, ist tagtäglich zu sehen, durch die Fahrzeuge der vielen Baufirmen und die diversen Baustoffe. Die Besitzer können nur Positives berichten über die Arbeitsleistung der beteiligten Unternehmen: „Sie sind extrem fleißig. Man spürt täglich, wie es vorangeht.“ Zwischen 12 und 16 Beschäftigte werkeln täglich in dem historischen Gebäude, das mehr oder weniger komplett entkernt worden ist. Mit der Einrichtung der Gasträume soll es in zwei Wochen losgehen, die Küche ist schon aufgebaut. Ziel des Architekten ist es, erst einmal die Wirtschaft zum Laufen zu bringen: „Die Wohnungen und Ferienwohnungen werden danach Zug um Zug fertiggestellt. Alles auf einmal geht nicht.“ Peter Höldrich ist jedenfalls überzeugt davon, „dass es sehr schön wird“. An den verputzten Wänden ist an manchen Stellen die alte Bruchsteinmauer freigelegt worden, was schon jetzt ein echter Blickfang ist.

Auch bei der Brauerei, die künftig das Bier liefern wird, ist inzwischen eine Entscheidung gefallen: Das Rennen hat Augustiner Bräu gemacht. Dazu Höldrich: „Es war eine sehr enge Geschichte, die Mitbewerber befanden sich auf Augenhöhe. Letztlich war es von uns eine Bauchentscheidung.“ Grünes Licht haben die neuen Besitzer mittlerweile auch von der Gemeinde, dass die Terrasse vor dem Gasthof in Form eines Rundbogens vergrößert werden darf. Das führt zu einer Verlangsamung des Verkehrs an der stark befahrenen Kreuzung vor dem Stern.

Neben der aktuellen Abwicklung der noch anstehenden baulichen Maßnahmen haben das Ehepaar Höldrich und die neuen Wirtsleute Katrin und Christian Klingen bereits die Planungen für die Eröffnung in Angriff genommen. Dabei soll auch der gestohlene Stammtisch eine Rolle spielen. Höldrich und Klingen haben hier „schon etwas im Kopf“. Was es sein wird, dieses Geheimnis wollen sie noch nicht lüften.

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