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Ein Stück Dorfgeschichte: der Gasthof Stern. Sein Umbau soll möglichst schnell beginnen.

Gemeinderat bewilligt Umbaupläne

Gasthof Stern: Zeitenwechsel steht bevor

Seit über 250 Jahren gehört der Gasthof Stern zu Unterammergau. Nun steht sein Umbau bevor: Statt des Saals sind Wohnungen geplant, statt des Getränkemarkts ein Dorfladen. Noch ist aber nichts in Stein gemeißelt.

Unterammergau – Genau noch eine Woche hat der Gasthof Stern in Unterammergau geöffnet. So lange noch steht Dorothea Jurdzinski hinterm Tresen. Dann endet mit einem Abschiedsfest am 30. Oktober die 25-jährige Ära der beliebten Wirtin. Bislang wurde nicht festgelegt, wie ihr Nachfolger heißt. Klar ist nur, dass sich im Stern einiges ändern wird. Die Umbaupläne der neuen Besitzer, Peter und Tiziana Höldrich aus Oberammergau, waren nun Thema im Gemeinderat. Das Gremium gab einstimmig seinen Segen – auch wenn es einige Fragen zu klären galt.

Bürgermeister Michael Gansler (FDU) rief in Erinnerung, dass bei der Prüfung des Bauantrags der Denkmal- und Fassadenschutz eine wichtige Rolle gespielt hat. Die Auflagen, die von der Behörde gemacht wurden, hinterließen bei den Gemeinderäten Fragezeichen. Etwa, warum im hinteren, einst landwirtschaftlichen Gebäudeteil eine Tür in die Tenne eingebaut werden muss. Oder Fenster mit Holzlatten versehen werden sollen. Die Diskussion über die Sinnhaftigkeit beendet Peter Höldrich selbst: Er erklärte, dass alles mit dem Denkmalschutz abgeklärt sei und die Antragsteller gut mit den Auflagen leben können.

Peter Speer (Freie Wähler) sprach an, dass im Dorf der Saal Thema ist. Und sich die Bürger die Frage stellen, ob er wirklich Wohnungen weichen muss. Gansler zufolge sind im Bauantrag acht Wohnungen im ersten und zweiten Stock des Gebäudes vorgesehen. Daran soll, wie Höldrich erklärte, festgehalten werden. Denkbar wäre es beispielsweise, dass der neue Stern-Wirt Ferienunterkünfte anbietet. Konkrete Aussagen könne man aber erst machen, wenn feststeht, wer den Stern künftig betreibt. Auf Tagblatt-Anfrage verdeutlichte Höldrich aber auch, dass es grundsätzlich möglich, sei den Saal zu erhalten. Nur gehe er nach Gesprächen mit der bisherigen Wirtin nicht davon aus, dass das ein wirtschaftliches Vorgehen wäre: Dazu gebe es zu wenige Veranstaltungen im Saal. „Der künftige Pächter soll ja was verdienen“, erklärte der Oberammergauer in der Sitzung. Und das sei oberstes Ziel: Der traditionsreichen Wirtschaft eine Chance für die Zukunft zu geben

Zudem unterstrich Höld–rich, dass der Stern weiter ein typisch bayerischer Gasthof bleiben soll. Auch wenn er im Erdgeschoss eine neue Aufteilung bekommt: Die Theke wird in den Flur verlegt, sodass ein zentraler Bereich entsteht. Auf diese Weise vergrößern sich die Gasträume. Grundsätzlich gibt es sehr viel zu tun. Die neuen Besitzer erneuern die sanitären Anlagen, die Küche, die Heizung und die gesamte Elektroinstallation. Eine Investition im höheren sechsstelligen Bereich, wie Höldrich sagte. Zum neuen Konzept gehört auch, dass an einen Dorfladen gedacht wird. Dieser könnte im rechten Erdgeschossbereich entstehen. Dort, wo einst eine Metzgerei untergebracht war und es bislang einen Getränkemarkt gab. Noch hat sich in diesem Thema aber nicht viel getan. Sollte es keine Dorfladen-Initiative geben, würden die Räume halt anderweitig gewerblich genutzt.

Am 15. November geht der Stern in die neuen Hände über, dann wird mit den Entrümpelungsarbeiten begonnen. Gibt auch das Landratsamt grünes Licht für den Umbau, soll möglichst bald damit begonnen werden. Am besten gleich nach den Feiertagen und dem Jahreswechsel.

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