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Der Tag nach dem verheerenden Brand: Feuerwehrmänner arbeiten sich am Dienstag mit Atemschutzmasken durch die qualmenden Reste des verkohlten Holzes, um letzte Glutnester zu löschen.

Tag und Nacht im Einsatz

Die Helden der Unterammergauer Feuerhölle

  • Manuela Schauer
    vonManuela Schauer
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Sie sind immer da, helfen und retten in Notlagen. Auch beim Großbrand in Unterammergau brachten Feuerwehr, BRK und Co. die brenzlige Situation unter Kontrolle – Schlafentzug inklusive.

Unterammergau – Sie haben geschwitzt, ihre Müdigkeit bewältigt und sind an ihre Grenzen gegangen: Um die 150 Kameraden zahlreicher Feuerwehren aus dem Landkreis sowie die Einsatzkräfte des BRK, des Technischen Hilfswerks aus Garmisch-Partenkirchen und Weilheim, der Sanitätsbereitschaften und der Polizei wurden beim Großbrand in Unterammergau mit einer schwierigen und gefährlichen Herausforderung konfrontiert. Sie haben sie gemeistert so gut es nur ging, schritten beherzt ein und verhinderten so eine noch größere Katastrophe. Trotz der Dramatik des Montagabends, als Teile der Holzindustrie in Flammen standen, wird ihr Mut und ihr Engagement nicht vergessen.

„Das war ein vorbildlicher Einsatz“, betont Landrat Anton Speer. Keine Floskel, sondern sein purer Ernst. Den Lobesworten kann sich Anton Burkart nur anschließen. Das Mitglied im Vorstand der „HU“-Genossenschaft spricht von einer Höchstleistung. In der Tat waren die Aktiven der Rettungsorganisationen nach der Alarmierung gegen 21.30 Uhr in Windeseile am Ort des Geschehens. Für das überaus schnelle Eintreffen seiner Truppen kann Kreisbrandrat Hannes Eitzenberger eine einfache Erklärung liefern: Montags sei Übungstag. Heißt, viele Wehren befanden sich bei der Benachrichtigung schon an ihren Gerätehäusern. Ein glücklicher Umstand in einer Unglücksnacht. Er selbst zeigt sich voller Wertschätzung für seine Kollegen. Gerade, was die Hauptgefahr, das Ausbreiten des Feuers auf andere Gebäude, betrifft. Dies zu verhindern, sei auf hervorragende Weise gelungen.

Die Einsatzkräfte sind bei den Unterammergauern Helden. In den Nachtstunden schraubte man die Zahl der Brandbekämpfer ein bisschen runter, teilt Andreas Haseidl, Kommandant der Unterammergauer Wehr, mit. „Sonst wäre ja im Rest des Landkreises niemand mehr dagewesen.“ Doch wie Landrat Speer gegen Mittag live vom „HU“-Gelände berichtete, ackerten dort bereits wieder insgesamt 120 Menschen.

Durch den Brand hat sich bei ihm eine Meinung weiter manifestiert, die gerne zur Diskussion steht, wenn es um das liebe Geld gerade für die Wehren geht. „Die Ausrüstung braucht es einfach.“ Der traurige Fall in Unterammergau sei der Beweis.

Großbrand in Holz-Betrieb in Unterammergau: Bilder

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